Der Waberner Bahnhof bekommt einen Veranstaltungsraum mit Bühne und Bar

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So soll der Veranstaltungsraum aussehen: Links auf der Zeichnung die Bühne, rechts der Zuschauerraum, der bis zu 120 Menschen Platz bieten soll.

Wabern. In Kassel gibt es bereits den Kulturbahnhof, nun zieht auch in das Waberner Bahnhofsgebäude die Kultur ein. Mit Fördergeld aus dem Leader-Programm und eigenem Geld gestaltet die Gemeinde einen Veranstaltungsraum.

Um die 120 Zuschauer werden in einem Raum mit Bühne Platz finden. Dazu kommt ein Foyer und ein weiter Raum, in dem man sich nach Veranstaltungen aufhalten kann. Es wird auch eine Bar geben.

Es sei auch möglich, Familienfeiern im Bahnhof zu veranstalten, sagt Bürgermeister Günter Jung. Allerdings wird es keine Kochgelegenheit geben.

Für die Gestaltung des Innenraums ist der Kasseler Künstler Wolfgang Loewe zuständig, der unter anderem das Kasseler Varieté Starclub gestaltet hat.

Loewe hat ein Logo entwickelt, das an das Ampelmännchen aus Ostdeutschland erinnert. Es hat allerdings eine Bahnkelle in der Hand. Loewe versteht es als „Aktionsmännchen“. Es solle signalisieren: „Achtung, hier ist was los!“

Das Thema Bahn wird in den Räumen eine wichtige Rolle spielen. So sind an den Wänden großformatige Bahnfotografien aufgehängt. Bürgermeister Jung überlegt auch, alte Stahlträger einzubauen, wenn die Dächer über den Bahnsteigen in den kommenden Jahren abgerissen werden.

Ansonsten sind Pastellfarben im Bahnhof Trumpf. Mit viel indirektem Licht soll eine angenehme Atmosphäre erzeugt werden.

Eigentlich sollte bis Mitte Oktober bereits alles fertig sein, doch der Förderbescheid für die Zuschüsse ließ auf sich warten. Insgesamt habe der Ausbau des Bahnhofs bisher rund eine Million Euro gekostet, sagt Bürgermeister Jung. Der Innenausbau zum Veranstaltungszentrum wird nochmal 100 000 Euro kosten. Dafür gibt es viele Zuschüsse. Im Leader-Gebiet Schwalm-Aue wurden bereits 35 kommunale und private Projekte gefördert, sagt Sonja Pauly.

Sie weist darauf hin, dass noch um die 400 000 Euro zur Verfügung stehen. Gefördert werden können Ideen aus den Bereichen Tourismus, Kultur, Daseinsvorsorge und Existenzgründungen/ Betriebserweiterungen. Die Schwalm-Aue umfasst Wabern, Borken, Neuental, Schwalmstadt, Willingshausen und Schrecksbach.

Der Kulturbahnhof in Wabern soll im neuen Jahr Premiere feiern, eventuell auch schon mit einer ersten Veranstaltung vor Weihnachten. • Kontakt: Sonja Pauly, Tel. 0 56 82/80 81 61 Internet: www.schwalm-aue.de

Quelle: HNA

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