Unbekannte versprachen Frau am Telefon einen hohen Gewinn - wenn sie zuvor 900 Euro zahlt

Wabernerin fiel nicht auf Betrug herein

Wabern . Diese Masche zog nicht: Eine Frau aus Wabern durchschaute am Donnerstag einen Betrugsversuch. Wie die Kriminalpolizei berichtet, rief ein unbekannter Mann zu Hause an. Er erklärte ihr, sie habe in einer Lotterie 38.000 Euro gewonnen. Das Geld werde ihr noch in der nächsten Stunde übergeben, sagte der Anrufer.

Um den Gewinn aber tatsächlich in Anspruch nehmen zu können, müsse sie 900 Euro in Form von Prepaid-Karten an die Überbringer des Gewinnes übergeben. Diese Prepaid-Karten könne sie an einer Tankstelle erwerben, so der Anrufer. Mit solchen Karten erhält der Käufer eine individuelle Nummer, die quasi so gut wie Bargeld ist: mit ihr kann man im Internet einkaufen.

Die Frau ahnte jedoch, dass das alles nicht stimmte und wandte sich an ihren Rechtsanwalt. Der schaltete die Polizei ein. Der Frau blieb ein finanzieller Schaden erspart.

Damit habe die Wabernerin genau richtig gehandelt, sagt Polizeisprecher Reinhard Giesa. Denn wenn ein Opfer auch nur ein einziges Mal das geforderte Geld zahle, schnappe meist die Falle zu: Dann meldeten sich die Täter erfahrungsgemäß immer wieder, um unter unterschiedlichen Vorwänden weiter Geld zu fordern. Den Gewinn allerdings bekommen die Opfer nie zu sehen. Und immer ist das Geld weg, das sie übergeben oder überwiesen haben.

Die Polizei Homberg warnt davor, bei Gewinnversprechungen leichtgläubig zu sein – vor allem dann, wenn die Übergabe an Bedingungen geknüpft ist. Es sei ratsam, immer die Nummer aufzuschreiben, die man im Display des eigenen Telefons sieht. Keinesfalls sollte man Gebühren zahlen oder kostenpflichtige Hotlines anrufen. Und vor allem: Man sollte nie Kontodaten oder Kreditkartennummern an unbekannte Anrufer weitergeben. (bra)

Quelle: HNA

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