Dauerhafter Touristik-Standort der Stadt

Neue Wache wird verkauft

Der Vorstand de Heimatbundes informierte über die Abstimmung: von links Rüdiger Waldmann, Christel Gerstmann, Konrad Nachtwey und Dennis Möller. Foto: Decker

Schwalmstadt. Mit Spannung war die Diskussion erwartet worden: Am Freitagabend traf sich der Schwälmer Heimatbund (SHB) in Ziegenhain zu einer Mitgliederversammlung, um über den geplanten Verkauf der Neuen Wache an die Stadt Schwalmstadt abzustimmen.

Zuvor hatten bereits die Stadtverordneten entschieden, die Neue Wache als dauerhaften Touristikstandort zu übernehmen (wir berichteten).

Um den Verkauf rechtsgültig zu entscheiden, war in der Mitgliederversammlung eine einfache Mehrheit notwendig. 65 der mehr als 850 Mitglieder waren erschienen, somit mussten mindestens 33 dem Verkauf zustimmen. Sogar 59 Mitglieder votierten dann für den Verkauf, drei enthielten sich und drei stimmten dagegen. Zuvor habe es eine sehr sachliche Diskussion gegeben, berichtete Konrad Nachtwey, 1. Vorsitzender, bei einem Pressegespräch am Samstag. Die Gegner des Verkaufs hätten vor allem betont, dass die Neue Wache ein geschichtsträchtiges Gebäude sei und deswegen als zweiter Ausstellungsort des Schwalmmuseums genutzt werden sollte.

„Inhaltlich stimmte der Vorstand dem Argument voll und ganz zu“, so Nachtwey, „doch uns fehlt das Geld für die Sanierung.“ Allein 100 .000 Euro seien für die Beseitigung der Bauschäden am Überbau, für neue Fenster und einen behindertengerechten Zugang notwendig. Das sei für den Verein nicht zu finanzieren.

Archivräume gesucht

Jetzt sucht der Verein ein neues Domizil für das Archiv, das aus der Neuen Wache ausziehen muss. „Es soll in der Nähe des Museums sein, ungefähr 100 Quadratmeter groß und nicht mehr als 350 Euro warm kosten“, erläuterte Nachtwey.

Bisher zahlte die Stadt für die Nutzung der Wache jährlich 10.000 Euro an den Verein. Der Kaufpreis von 81.000 Euro wird in sieben Jahresraten von 10.000 Euro und einer Endrate von 11 000 Euro bezahlt, danach wird die Stadt den Verein fünf weitere Jahre mit einem Zuschuss unterstützen.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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