Festival vom 22. bis 23. Juli

Von Wacken-Profis lernen: Vorbereitungen für Neuauflage von Rock am Stück laufen

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Werbung auf der grünen Wiese: (von links) Alexander Elgner, Thomas Naumann, Michael Döring, Torsten Schmidt, Georg Keßler, Helge Staack und RaS-Fan Marvin Bugajski mit den Plakaten für das Event am 22. und 23. Juli. Auf dem Foto fehlt Torben Stehl.

Geismar. Wacken zu Gast im Fritzlarer Stadtteil Geismar: Neu im Team bei „Rock am Stück" (RaS) sind die Macher des größten Metal-Festivals.

Der Produktionsleiter des Wacken-Festivals, Helge Staack, kam jetzt nach Geismar, um die gleichberechtigten Mitgesellschafter bei der Planung zu unterstützen.

Doch gab es gar nicht so viel Arbeit für Staack, denn er zeigte sich vom RaS-Konzept angetan. „Es war eher ein kreativer Austausch“, sagt Veranstalter Michael Döring, Gesellschafter der LohrBergWerk-Promotion, die RaS ausrichtet.

Durch den Einstieg der Wacken-Macher werde sich inhaltlich auch weiterhin an dem Geismarer Festival nichts ändern, versichert Döring. Vorteile bringe die Zusammenarbeit aber allemal.

Durch den Zugriff auf die gemeinsamen Netzwerke, mit der International Concert Service (Wacken) sei es einfacher, neue Bands zu engagieren und dazu könne man noch einiges von den Profis lernen, um Rock am Stück zu optimieren. ICS ist einer von sieben gleichberechtigten Gesellschaftern.

Bereits seit über zwei Jahren hat das RaS-Team Kontakt zu den Wacken-Veranstaltern Thomas Jensen und Holger Hübner. Jetzt wurde daraus eine Zusammenarbeit. „Thomas Jensen hat mal gesagt, dass man bei RaS einen ähnlichen Spirit spürt wie in den Anfangsjahren von Wacken, was für uns natürlich ein tolles Kompliment war“, erinnert sich Döring.

Und weiter: „Da ICS bundesweit kleinere und mittlere Festivals fördert, kam das Gespräch irgendwann auf eine Beteiligung an RaS. Anfang des Jahres gab es Änderungen bei unseren Geschäftsanteilen - und schon war die Gelegenheit da.“

Wo RaS draufsteht, soll auch RaS drin bleiben: ICS sehe sich als Berater, als partnerschaftlicher Unterstützer, betont Döring. Die Beteiligung diene dem gegenseitigen Austausch, um RaS als Festival nach vorne zu bringen. Der große Vorteil: „Thomas Jensen und Holger Hübner sowie ihre Mitarbeiter stehen uns als Netzwerker zur Seite“, erklärt Döring. „Wir sind auf einen prima Weg mit unserem Festival“, so Döring und freut sich darüber.

Rock am Stück werde kein zweites Wacken-Festival. „Das haben uns höchstens mal unsere Kritiker in der Anfangszeit vorgeworfen. Doch: Wacken kann man nicht kopieren, Wacken ist einzigartig. Wir haben gar nicht den Platz dafür, Wacken-Dimensionen zu erreichen. Unser Festival passt in deren Backstagebereich“, erklärt er.

In Wacken (Schleswig-Holstein) wird jährlich das größte Metal-Festival der Welt gefeiert. Während nach Wacken stets um die 75 000 Fans pilgern, kamen 2015 etwa 2000 Fans nach Geismar.

Hintergrund

Termin: Zum ersten Mal wird in diesem Jahr Rock am Stück an zwei Tagen gefeiert: Freitag, 22. bis Samstag, 23. Juli.

Bands: Am Start sind „Gloomball“ mit Heavy Rock vom Feinsten, „My’tallica“ als die meistgebuchte „Metallica“-Tribute-Band Deutschlands, „Hämatom“ mit ihrem neuen Album „Wir sind Gott“, die deutschen Power Metal-Durchstarter „Orden Ogan“ und acht weitere Live-Bands, dazu ein DJ-Team.

Karten: Das Kombiticket als Rundum Sorglos-Paket für Freitag und Samstag kostet 32 Euro; zudem gibt es Tagestickets: Freitag (12 Euro) und Samstag (24 Euro). Karten gibt es bei der HNA, in der Touristinfo Fritzlar sowie im lokalen Vorverkauf, z.B. in Uschi’s Wollstube oder im Auto- haus Sauer in Fritzlar, bei ACS Computer+IT in Homberg, in der Buchhandlung Bücherwurm in Borken, bei Hieb & Stichfest in Bad Zwesten und im Internet: www.rock-am-stueck.de

Quelle: HNA

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