Reichliche Investitionen

Wie ein Geschenk: Gudensberg plant ohne neue Schulden

Gudensberg. Was für andere Städte ein großes Weihnachtsgeschenk wäre, ist in Gudensberg Alltag: Die Schulden sinken – von neuen Schulden ist gar nicht zu reden –, es wird kräftig investiert, und die Belastungen für die Einwohner halten sich, verglichen mit anderen Gemeinden, in überschaubaren Grenzen.

Der Ergebnishaushalt 2013, den Bürgermeister Frank Börner am Freitagabend den Stadtverordneten vorlegte, sieht einen knappen Überschuss von 5500 Euro vor, er hat einen Umfang von 15 Millionen Euro.

Zudem hat die Stadt Gudensberg einiges auf der hohen Kante. „Und natürlich sind wir stolz auf unser Sparbuch mit gut 7,8 Millionen Euro“, sagte Bürgermeister Börner. Die Schulden, die die Stadt noch hat, sollen bis zum Ende des kommenden Jahres auf 2,7 Millionen Euro sinken (bisher 2,8 Millionen). Börner wies darauf hin, dass 750 000 Euro davon ein durchlaufender Posten sind, nämlich ein Darlehen für das Altenzentrum Eben-Ezer, das vom Land Hessen weitergereicht wird.

Millionen für Kindergarten

Die Stadt will nach den Planungen mehr als vier Millionen Euro investieren, kündigte Börner an. Dazu gehören 1,6 Millionen für einen neuen fünfgruppigen Kindergarten an der Odenbergschule und für den Umbau des Kindergartens Sonnenstrahl.

Damit könne man der steigenden Nachfrage gerecht werden und allen Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder anbieten, erklärte Börner

Eine Million werden in Neubaugebiete und das Gewerbegebiet am Odenberg fließen. Der Bedarf sei nach wie vor groß, berichtete Börner. Allein in den vergangenen Tagen seien 18 Bauplätze im Gebiet „Steinzeitsiedlung“ verkauft worden.

Steuern bleiben niedrig

Steuern werden im kommenden Jahr in Gudensberg nicht erhöht, kündigte der Bürgermeister an. Die Hebesätze in der Stadt am Odenberg bleiben auf einem niedrigen Niveau.

Sie betragen zurzeit bei der

• Grundsteuer A und B bei 265 Prozent und bei der

• Gewerbesteuer 310 Prozent.

Das sei genauso viel wie in den beiden Vorjahren, sagte Börner am Freitagabend im Gudensberger Bürgerhaus. Mit der Gewerbesteuer liege die Stadt weit unter dem Durchschnitt im Landkreis.

Ein Draufleger für die Stadt ist die Kinderbetreuung, der Zuschuss betragt 350 Euro monatlich pro Kind. Über diese Ausgaben bestehe aber politische Einigkeit, sagte Börner.

Eines wird für die Gudensberger mit diesem Haushalt jedenfalls nicht unter dem Weihnachtsbaum liegen: ein Rettungsschirm. (ode)

Quelle: HNA

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