Wärme fürs Eigenheim

Viel zu erklären: Dr. Harald Bräutigam (vorne) führt die Besucher am Tag der offenen Tür über die Biogasanlage in Lohne. Foto: Eberlein

Lohne. Sie stehen inzwischen überall, erzeugen Strom und Wärme aus Gülle, Mist und Mais, sind aber nicht unumstritten: die Biogasanlagen. Um Aufklärung bemüht waren deshalb auch die Betreiber der Biogas Lohne GmbH, die am vergangenen Sonntag zum Tag der offenen Tür eingeladen hatten.

Mehr als 300 Besucher nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen über die Funktionsweise einer solchen Anlage zu erweitern. „Biogas ist die effizienteste aller Energien aus nachwachsenden Rohstoffen“, sagte zum Beispiel Dr. Harald Bräutigam, Geschäftsführer vom Maschinenring Schwalm-Eder, der einer der acht Gesellschafter der Biogas Lohne ist.

Günstige Heizung

Während der Strom ins Netz der Eon eingespeist wird, können Eigenheimbesitzer von der Wärme profitieren. Bräutigam rechnete vor, warum sich ein Anschluss an eine Biogasanlage lohnt: 3200 Euro kostete der Anschluss, rund 500 Euro fallen für die beiden Geräte (Wärmetauscher, Mengenzähler) an. Mit 200 Euro Grundgebühr jährlich und 45 Cent für die gleiche Energieleistung wie ein Liter Heizöl (zurzeit 70 Cent) sei Biogas ein Drittel günstiger.

Die Anlage in Lohne ist seit dem Dezember 2010 in Betrieb. Fünf Haushalte in Lohne sind bereits an das Wärmenetz angeschlossen, weitere 20 Lohner Abnehmer könnten kurzfristig hinzukommen. Die Kapazitäten dafür sind vorhanden, das Interesse an der Wärmegewinnung aus Biogas ist groß.

Ein Problem ist noch der Transport der Wärme über längere Strecken wegen des großen Wärmeverlustes. Es müssten zusätzliche Blockheizkraftwerke aufgestellt werden, erklärt Klaus Haensel, ebenfalls Gesellschafter der Anlage. Die Versorgung von Haushalten in größeren Entfernungen käme nur ab einer bestimmten Anzahl von Abnehmern in Betracht.

• Informationen über Wärmeversorgung: Biogas Lohne GmbH, Zum Hirtenhof 30, Fritzlar-Lohne, Tel. 05622/5316 und 0172/ 5845821.

Quelle: HNA

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