Täter flüchtete unerkannt

Mit Pistole bedroht: Kassiererin muss Tat noch verarbeiten

Hier spielte sich der Raub ab: Schließlich feuerte der Täter mit der Schreckschusspistole in das rechte untere Regal. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Die 61 Jahre alte Kassiererin der überfallenen Tankstelle in Ziegenhain hat bereits am Dienstagnachmittag ihren Dienst wieder angetreten.

Sie war allein im Kassenraum, als der Täter am Montagabend hereinkam und sie mit der Waffe bedrohte, mit einem schwarz-weißen Tuch vermummt bis unter die Augen. „Ich fragte ihn, ob er mich jetzt erschießen will“, erklärte die 61-Jährige gegenüber der HNA gefasst, „da hat er schräg nach unten gefeuert.“ Es habe sehr laut geknallt, sie habe nicht wissen können, ob es sich um eine echte Schusswaffe handelte.

Nachdem die Frau Geld aus der Kasse genommen und es dem Täter ausgehändigt hatte, lief dieser davon. Auf dem Tankstellengelände befand sich unterdessen eine Kundin, die nach eigenen Aussagen aber nichts von den Vorgängen und dem Schuss bemerkt habe. Der Mann entfernte sich Richtung Damm in die Dunkelheit, Weiteres habe sie durch das Fenster des Kassenraumes nicht sehen können. Dann griff sie zum Telefonhörer, um die Polizei zu alarmieren.

Tankstelleninhaber Andreas Weckesser erwägt jetzt, spezielle Sicherungsvorkehrungen wie eine Alarmierungsanlage einbauen zu lassen. Videoaufnahmen wurden nicht aufgezeichnet.

Besonders wichtig sei es jetzt, dass die Mitarbeiterin das schlimme Ereignis gut verarbeite.

Es war der siebte Überfall im Schwalm-Eder-Kreis in weniger als zwei Monaten. Die anderen Taten ereigneten sich in Fritzlar, Homberg, Melsungen und Knüllwald.

Von Anne Quehl

Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 05681/774-0.

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Quelle: HNA

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