Bahnsprecher: Vorfall im Waberner Bahnhof war eine „Betriebsunregelmäßigkeit“

Waggon hing in der Luft

Wildes Parken: Dieser Güterwagen wurde im Holzverladebereich des Waberner Bahnhofs über den Prellbock geschoben. Tagelang stand er dort. Foto: Dellit

Wabern. Übers Ziel hinaus geschossen ist die Deutsche Bahn. Genauer gesagt: Sie hat einen Güterwaggon übers Ziel hinaus geschoben. Tagelang hing der Wagen über dem demolierten Prellbock teilweise in der Luft. Davor lag, als sei es ein Kommentar zur Situation, ein umgefahrenes Parkplatzschild mit der Aufschrift: „Mit Parkschein“.

Es habe sich um eine „Betriebsunregelmäßigkeit“ gehandelt, sagte gestern ein Bahnsprecher auf Anfrage der HNA. Der Rangierunfall habe keine größeren Auswirkungen gehabt. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Da es sich um ein Abstellgleis handele, sei auch der Zugverkehr in keiner Weise beeinträchtigt worden, erklärte der Sprecher weiter.

Gestern wurde nach seiner Auskunft auf dem Gleis aufgeräumt. Man habe den Waggon wieder auf das Gleis gesetzt. Das sei relativ einfach gegangen – ein Kran oder anderes großes Gerät sei dafür nicht benötigt worden.

Der Vorfall hatte sich im hinteren Bereich des Waberner Bahnhofs ereignet, wo Holz verladen wird. Der Sachschaden, der bei dem Rangierunfall entstanden ist, lasse sich nicht beziffern, erklärte der Bahnsprecher. Diese Kosten würden bahnintern verrechnet.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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