Verfahren vor einer Großen Strafkammer

Verdacht der Untreue: Bürgermeister droht höheres Strafmaß

Homberg. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Kassel soll gegen den Homberger Bürgermeister Martin Wagner (CDU) wegen des Verdachts der Untreue verhandelt werden.

Dass das Verfahren vor diese Spruchkammer gebracht werden soll, sei ein Indiz dafür, dass entweder eine höhere Strafbewertung bestehe oder der Angelegenheit eine besondere Bedeutung beigemessen werde, erklärte Dr. Gert Meyer, ein erfahrener Strafrechtler aus Felsberg.

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Die Große Strafkammer sei meist mit zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt. Ein Strafbefehl, wie ihn Wagner in der Dienstwagenaffäre erhielt, käme hier nicht mehr in Frage. Es würde in jedem Fall eine Verhandlung geben. Über das Strafmaß könne nur spekuliert werden, wenn man die genauen Vorwürfe nicht kenne, sagte Meyer. Bei Untreue komme eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre (bis zu zwei Jahren auch zur Bewährung) oder eine Geldstrafe in Frage.

In der Dienstwagenaffäre hatte Wagner einen Strafbefehl über 30 Tagessätze erhalten. Jetzt lautet der Vorwurf, Fördergeld, das für den Stadtentwicklungsverein gedacht war, soll missbräuchlich für die Pressearbeit verwendet worden sein.

Bürgermeister Wagner gab am Dienstag gegenüber der HNA eine Erklärung ab, wonach gegen ihn keine Anklage erhoben worden sei. (hro) Lesen Sie hier die Erklärung

Quelle: HNA

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