23. Galerie: Kunstverein Neue Brücke stellt in der Carl-Bantzer-Schule aus

Die Künstler: Ingrid Knorre, Sieglinde Berends, Richard Liepner, Barbara Bersch, Helmut Brenzel, Jutta Kober, Ursula Knierim, Elke Kaufmann, Werner Dirlam, Dr. Anna Jäckel, Diethard Bersch und Anita Dörrbecker (von links) zeigen ihre Bilder bis zum 8. April in der Galerie in der Schule. Foto: Rose

Ziegenhain. „Wahrnehmung der Wirklichkeit“ – so heißt eine neue Gemeinschaftsausstellung von zwölf Mitgliedern des Kunstvereins Neue Brücke: Am Sonntag wurde die Werkschau im Atrium der Carl-Bantzer-Schule eröffnet. Zu sehen sind sehr unterschiedliche Bilder, denen das individuelle Erleben der Künstler zugrunde liegt.

„Sie spiegeln persönliche Interessen, Leidenschaften, Charaktere“, erklärte Heidrun Elborg, Direktorin der Schule, bei ihrer Begrüßung. Einen „kleinen Kunstgenuss“ versprach der Vorsitzende des Kunstvereins Diethard Bersch. Für musischen Genuss sorgten Franziska Reitz an der Querflöte und Marius Schmerer an der Gitarre.

Nicht nur die Motivik, auch die Techniken boten eine reiche Vielfalt: Sieglinde Berends zeigte vorwiegend Acryl- und Aquarellmalerei, Barbara Bersch arbeitete mit Pastell, Eitempera und Acryl. Gouache, Pastell, Öl, aber auch Mischtechniken dominierten die Bilder von Diethard Bersch – er bannte Dorfansichten, Landschaften, Pflanzen, Tiere, aber auch Menschen beim Sport auf die Leinwand. Helmut Brenzel wandte sich ebenfalls der Acrylmalerei zu. Heimatlichen Motiven aus Rörshain widmete sich Werner Dirlam, der Öl bevorzugte. Anita Dörrbeckers Leidenschaft zeigte sich in Öl- und Aquarellmalerei. Ganz verschiedene Techniken dominierten die Landschaften und Stillleben von Dr. Anna Jäckel. Richard Liepner arbeitete in Mischtechniken – weitestgehend abstrakt.

Aquarelle und Acrylbilder

Als Meisterin der Techniken präsentierte sich auch Elke Kaufmann. Dörfliche Ansichten, Blumengärten in fotorealistischer Weise stellte Ursula Knierim in ihren Aquarellwerken aus. Porträts von Menschen und Tieren sowie Seidenmalerei zeigte Ingrid Knorre. Jutta Kober bereicherte die Schau mit Acryl und Aquarell-Buntstift – wunderschöne Landschaften und Blumenmotive. Kunsthistorikerin Christiane Just erläuterte die Begriffe Wahrnehmung und Wirklichkeit: Wahrnehmung sei der Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinnern eines Lebewesens.

Dies geschehe durch das unbewusste oder bewusste Filtern und Zusammenführen von Teilinformationen zu subjektiv sinnvollen Gesamteindrücken. Mit dem Begriff Wirklichkeit werde all das beschrieben, was der Fall ist. Gegenbegriffe zur Wirklichkeit seien Schein, Traum oder Fantasie. Die Künstler drückten in ihren Werken ihre innere Vorstellungswelt aus. „Kommen Sie mit den Künstlern über ihre innere Wirklichkeit ins Gespräch“, empfahl die Laudatorin.

Und das taten Gäste und Gastgeber dann auch: Bei Häppchen – gereicht von Schülern der 10G – wurde noch munter angestoßen und über Kunst geplauscht.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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