Erster Nachtragshaushalt 2011: Defizit schrumpft um knapp 170 000 Euro

Auf den Wald ist Verlass

Naumburg. Der Anlass ist ein erfreulicher: Grund für das Aufstellen des ersten Nachtragshaushaltes der Stadt Naumburg für das Jahr 2011 ist eine Verbesserung bei den Einnahmen. Insgesamt, so Bürgermeister Stefan Hable bei der Einbringung des Etats im Parlament, kamen 169 380 Euro mehr in die Kasse als im Etat eingeplant.

Verantwortlich für die positive Entwicklung seien unter anderem Maßnahmen, die im Haushaltskonsolidierungskonzept von den Parlamentariern festgelegt wurden. Dazu gehört auch die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes von 340 auf 380 Prozent.

Bei der Gewerbesteuer gab es insgesamt ein Plus von 168 000 Euro, und auch die grüne Sparkasse der Stadt, der Wald, leistete ihren Beitrag: 153 000 Euro, erläuterte der Verwaltungschef, wurden im Bereich des Stadtwaldes mehr eingenommen. Damit, so Hable weiter, habe man Belastungen an anderer Stelle mehr als auffangen können. In diesem Zusammenhang nannte Hable unter anderem Schul- und Kreisumlage.

Dem ganz großen Ziel ist man damit zwar ein Stückchen näher gekommen, bis zum ausgeglichenen Haushalt ist es aber nach wie vor ein weiter Weg. Der Nachtragsetat 2011 weist ein Defizit in Höhe von 1,414 Millionen Euro aus.

Für den Bereich der Investitionen meldete der Bürgermeister, „dass nahezu alle in 2011 vorgesehenen Maßnahmen abgeschlossen beziehungsweise weit fortgeschritten sind oder sich im Zustand der Planung befinden.“ Lediglich die Fortführung der Stadtmauersanierung habe man witterungsbedingt auf das kommende Jahr verschieben müssen.

Stadtmauerschluss

Zu den „nennenswerten neuen Projekten im Nachtrag 2011“ gehört laut Hable der Einstieg in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED mit einem Volumen von 72 400 Euro, der mit 22 400 Euro bezuschusst wird, und der Stadtmauerschluss (5000 Euro) als erstes Projekt der Dorferneuerung: Die alte Steintreppe zwischen Stadtschänke und Obermühle wird ersatzlos entfernt. (nom)

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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