Waldbegang der Stadt Wolfhagen führte zu Schloss Elmarshausen und Rödeser Berg

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Waldbegang der Stadt Wolfhagen: Die Gruppe überzeugte sich auch vom Fortgang der Bauarbeiten am Windpark Rödeser Berg. Momentan werden dort die einzelnen Elemente der Windrades 4 montiert, dazu fahren die Arbeiter mit einer hydraulischen Arbeitsbühne (Bildmitte) ins Innere der Räder und setzen dann die weiteren Teile zusammen. Fotos: Ulbrich

Wolfhagen. Wenn etwas wahrlich Tradition hat, dann sicher der Waldbegang der Stadt Wolfhagen: Schon seit über 50 Jahren findet die Tour in und um Wolfhagen statt. So verwunderte es auch nicht, dass wieder über 80 Teilnehmer den hochsommerlichen Temperaturen trotzten und sich am Wasserschlosses Elmarshausen zum gemeinsamen Start trafen.

Dort begrüßte Bürgermeister Reinhard Schaake nicht nur die Wanderer, die sich aus fast allen Alters- und Berufsschichten zusammensetzten, sondern auch Gunter Brand von der Feuerwehr Waltershausen, nahe der Wolfhager Partnerstadt Ohrdruf (Thüringen). Er war seinerzeit 24 Stunden am Stück im Einsatz, als das Schloss Ohrdruf unmittelbar vor der Eröffnung im November brannte.

Spenden für das Schloss

Dabei entstand ein Schaden in Höhe von zehn Millionen Euro. Daher ist der Feuerwehrmann momentan auf Sternfahrt unterwegs in Hessen, um Spenden für den Wiederaufbau zu sammeln. Die Wolfhager ließen sich nicht lumpen und füllten fleißig die auf einem restaurierten DDR-Feuerwehrauto aufgestellte Spendendose.

Nach Informationen zum Wasserschloss Elmarshausen zog der Tross gen Rödeser Berg, nach Ankunft im Stadtwald gaben Forstamtsleiter Uwe Zindel und zwei weitere Mitarbeiter Einblicke in die aktuelle Philosophie und Umgangsweise mit dem Wald. Der wärmste Winter seit Wetteraufzeichnungen habe seine Spuren hinterlassen, sagte Zindel. Durch komplett fehlenden Frost seien viele Waldwege stark verschmutzt gewesen, inzwischen aber wieder in gutem Zustand.

Ahle Wurst als Stärkung

Nach einer Stärkung mit Ahler Wurst und Getränken am Versorgungspunkt auf dem Rödeser Berg informierte Stadtwerke-Prokuristin Christina Holzhauer über den Baufortschritt im Windpark. Am Fundament des Windrades 1 erklärte Holzhauer den Wanderern, dass der milde Winter für die Arbeiten förderlich gewesen sei und man daher gut im Zeitplan liege.

Anschließend marschierte die große Gruppe weiter in Richtung Nothfelden, an der dortigen Grillhütte gab es erst ein zünftiges Mittagessen, ehe man den Tag bei lockeren Gesprächen ausklingen ließ.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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