Waldbrandgefahr in ganz Hessen: Tipps für richtiges Verhalten im Wald

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Durch die Trockenheit nimmt die Waldbrandgefahr zu: Richtiges Verhalten kann Brände verhindern. Unser Archivfoto zeigt die Feuerwehr Frielendorf beim Löschen eines Brandes.  

Schwalm. Das Umweltministerium warnt vor Brandgefahr in den Wäldern. Aufgrund der trockenen Wetterlage spricht man von mittlerer bis lokal hoher Waldbrandgefahr für ganz Hessen.

Die meisten Waldbrände werden durch Fehlverhalten von Menschen verursacht, erklärt Florian Peter Koch vom Forstamt Neukirchen. Das sieht sein Kollege vom Forstamt Jesberg ähnlich.

Karl-Gerhard Nassauer

„Im Wald sollte momentan auch bei ausgewiesenen Grillplätzen auf Grillen verzichtet werden“, warnt Karl-Gerhard Nassauer. Der Leiter des Forstamts Jesberg erklärt, dass es sich um normale Vorsichtsmaßnahmen handle, die in jedem Sommer üblich wären. Sollte trotzdem einmal gegrillt werden ist es besonders wichtig, dass man den Grillplatz ausreichend ablöscht. „Schwelbrände können auch unterirdisch, ohne gesehen zu werden, im Wurzelwerk weiter glühen.“, so Nassauer. Waldbereiche mit einem hohen Anteil an Kiefern seien die häufigsten Gebiete, in denen Feuer ausbrechen. Ursache dafür sei die mittelhohe Lage der Wälder, bei denen Bachläufe kaum vorkämen und Niederschlag nur wenig bis zum Boden gelange, so der Leiter des Forstamts. Der plötzliche Einbruch des Hochsommers lädt momentan zu kühlen Waldspaziergängen ein: Das Hessische Umweltministerium weist darauf hin, dass Zufahrtswege in die Wälder niemals blockiert werden dürfen. Hier ist es wichtig, dass Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.

Karl-Gerhard Nassauer bittet alle Personen, die sich im Wald bewegen darum, sich die Nummern auf den grünen Rettungspunkteschildern einzuprägen. Diese seien wichtige Hinweisschilder, die beachtet werden sollten. In einem Brandfall könne so der Feuerwehr oder dem Forstamt genau beschrieben werden, wo ein Brand gesichtet wurde, so Nassauer.

Alarmierung 

Äußerst wichtig im Fall eines Waldbrands ist das Verständigen der Feuerwehr: „Der Handyempfang ist mittlerweile in fast allen Bereichen der Schwälmer Wäldern vorhanden. Der Kontakt zur Feuerwehr oder dem Forstamt ist jederzeit möglich“, beruhigt Nassauer.

Das Hessiche Umweltministerium ist sich sicher, dass mit einer Abnahme der Waldbrandgefahr bereits ab nächste Woche zu rechnen ist, da die Temperaturen wieder sinken sollen.

Tipps für das richtige Verhalten im Wald:

• Kein offenes Feuer

• Kein Rauchen im Wald

• Parken nur auf ausgewiesenen Parkplätzen

• Die grünen Rettungspunkteschilder einprägen

• Keinen Müll oder Glasscherben zurück lassen

• Jeden Brand sofort melden

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf: 112) oder die nächste Forstdienststelle zu informieren.

Von Philipp Schwehm

Quelle: HNA

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