Schlechtes Wetter zwang Gottesdienstbesucher unter das schützende Dach

Waldweihnacht mal in der Halle

Reithalle statt Wald: Wegen des schlechten Wetters wurde die Waldweihnachtsfeier in die halle verlegt. Unser Bild zeigt die Pfarrer Michael Schümers, links, Dr. Volker Mantey und die Kinder Marie (links), Marion und Miriam, die noch letzte Hand an den Weihnachtsbaum für Tiere legten.. Foto: Koch

Spangenberg/Landefeld. Wenn die Pfarrer Michael Schümers und Dr. Volker Mantey vor einem Gottesdienst noch zum Spaten greifen, um ein Loch für eine Tanne zu graben, ist man richtig bei der Feier zur Waldweihnacht. Zu dieser hatten sich am Samstag - trotz strömenden Regens - zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinden Spangenberg, Landefeld, Mörshausen, Pfieffe und Bergheim auf den Weg zum Schweizerhaus gemacht, das an der Landstraße zwischen Spangenberg und Landefeld liegt.

Mit dabei hatten sie Äpfel, Möhren und Meisenknödel für die Tiere des Waldes. Im Laufe des Gottesdienstes wurde damit die von den beiden Pfarrern aufgestellte Tanne geschmückt.

„Das ist schon die fünfte Waldweihnacht“, sagte Pfarrer Schümers. Wegen des schlechten Wetters musste der Gottesdienst in diesem Jahr zum ersten Mal in der benachbarten Reithalle von Jörg und Christiane Kullmann gefeiert werden. Musikalisch gestaltet wurde die Waldweihnacht vom Landefelder Posaunenchor unter der Leitung von Björn Koppe. Was viele nicht wissen: Weihnachten endet erst im Februar, erklärte Pfarrer Schümers. Und so wurden bei der Waldweihnacht zum Klang der Posaunen aus vollem Halse Lieder wie „Kommet ihr Hirten“, „Hört der Engel helle Lieder“ und „O du fröhliche“ gesungen.

Und natürlich durften auch die Tiere des Waldes bei dem Fest nicht fehlen. In einem Rollenspiel wurden neben Kaninchen, Eisvogel, Fuchs und Ente auch Rotkehlchen, Steinkauz, Buntspecht und Eichhörnchen dargestellt. Stimme verliehen den Tieren die Gottesdienstbesucher, und Christiane und Jörg Kullmann schlüpften spontan in die Rolle von Maria und Josef.

Obwohl die Wald-Tiere wegen des milden Wetters in diesem Winter noch genug zu fressen finden, sollte doch an sie gedacht werden: „Das Schmücken des Baumes ist eine symbolische Geste, auch wenn noch genug Futter da ist“, sagt Pfarrer Dr. Volker Mantey.

Aufgestellt wurde der Weihnachtsbaum schließlich am Waldrand oberhalb des Schweizerhauses.

Quelle: HNA

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