Experten beginnen mit den Planungen

Wallgraben: Gutachten ist da

Ziegenhain. Einen Schritt weiter ist das Projekt Kampfmittelbeseitigung am Wallgraben in Ziegenhain: Wie das Justizministerium mitteilte, liegt das erwartete Gutachten jetzt vor. Auf dieser Basis werde das Amt für Bodenmanagement die Planungen vorantreiben. Es sei allerdings davon auszugehen, dass vor dem Beginn der Frostperiode mit dem Beginn der Arbeiten nicht mehr zu rechnen ist, heißt es aus dem Ministerium.

Hintergrund: Noch im Februar hatte Justizstaatssekretär Rudolf Kriszeleit den Beginn der Arbeiten am Wallgraben für diesen Sommer in Aussicht gestellt (wir berichteten). „Das Anfertigen des Gutachtens hat länger gedauert, als erwartet“, begründete Ministeriumsssprecher Dr. Hans Liedel auf Anfrage der HNA die Verzögerung. Über den Inhalt des Gutachtens wollte er keine Angaben machen.

Kosten: Sechs Millionen Euro

Das Ministerium geht davon aus, dass die Arbeiten sich über drei Jahre erstrecken werden. Im Landeshaushalt stehen dafür sechs Millionen Euro bereit.

Ziegenhainer, die sich für den Erhalt der Festung engagieren, hatten befürchtet, dass eine Kampfmittelbeseitigung keine umfassende Sanierung des Wallgrabens beeinhalte. Das halten sie für dringend notwendig, denn der Wallgraben droht zu verlanden. In der Folge könnte der Grundwasserspiegel im Festungsbereich sinken, was wiederum die historischen Gebäude, die teilweise auf Eichenpfählen stehen, gefährden könnte. „Wir werden den Wallgraben in geordnetem Zustand hinterlassen“, heißt es dazu aus dem Ministerium.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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