Wallgraben Ziegenhain: Überreste aus dem 2. Weletkrieg werden beseitigt

Der Wallgraben Ziegenhain

Ziegenhain. Mit der Beseitigung der Kampfmittel im Ziegenhainer Wallgraben wird noch in diesem Jahr begonnen. Diese Nachricht brachte der hessische Justizstaatssekretär Rudolf Kriszeleit am Mittwoch mit nach Ziegenhain.

Bei einem Besuch im Ziegenhainer Gefängnis stellte der Jurist die Pläne vor. Das Untersuchungsverfahren sei abgeschlossen und Gutachten lägen vor. Noch in diesem Sommer soll mit der Räumung der Altlasten aus dem 2.Weltkrieg begonnen werden. In den nächsten drei Jahren werden sechs Millionen in die Beseitigung der explosiven Funde investiert.

Nach Angaben von Kriszeleit werde die Räumung abschnittsweise vonstatten gehen. Nach Spundungen werden die Gräben teilweise trockengelegt, anschließend können Munitionsreste und Schlamm beseitigt werden.

Der Staatssekretär geht nicht davon aus, dass noch Überraschendes an den Tag komme: „Zum Glück wurden im Wallgraben keine Sprengbomben gefunden, vielmehr sind unterschiedlich kleine Sprengmittel entdeckt worden.

Nach Angaben von Jörg Bachmann, Leiter der Justizvollzugsanstalt, handele es sich bei den zu beseitigenden Kampfmitteln überwiegend um Handgranaten und Gewehre, die vermutlich zu Kriegsende abrückende Soldaten dort zurück ließen. Eine besonders gefährliche Panzermine sei bereits gesprengt worden.

Mit der Justizvollzugsanstalt ist das Land Hessen nicht nur größter Anlieger des Wallgrabens, sonder auch Eigentümer. Laut Kriszeleit will nach der Sanierung die Stadt Schwalmstadt den Wallgraben übernehmen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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