Meldungen auch aus Bad Hersfeld und Fulda

Angriffe in Riebelsdorf: Blumenwanzen piesackten reihenweise Menschen

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Schwalm-Eder/Riebelsdorf. Eine Invasion von vermutlich Wanzen hat am Wochenende die Jubiläumsfeier in Riebelsdorf heimgesucht.

Es mehren sich die Hinweise, dass das bislang unauffällige Allesfresser-Insekt auch an vielen anderen Orten der Region Menschen mit seinen Bissen piesackte.

Besucher der 750-Jahr-Feier in Riebelsdorf hatten von einem Flügeltier berichtet, das wahlweise schwarz, grün, gelb oder orange gefärbt war. Die Bissstellen hätten leicht geschmerzt und gejuckt.

Der Knüllwälder Biologe Hans-Joachim Flügel erklärte auf HNA-Nachfrage, dass es sich vermutlich um die Blumenwanze handelt. „Ich tippe auf sie zu 90 Prozent.“ Es handele sich um eine Wanze, die normalerweise Pflanzensaft saugt, sich als Allesfresser aber auch von Blut ernähren kann. Zugleich gab der Biologe Entwarnung: „Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nicht, die Wanzen sind keine Krankheitsüberträger.“

Unbekannt war das Phänomen zunächst der Gesundheitsbehörde Schwalm-Eder. „Ich habe noch nichts davon gehört“, erklärte Dr. Ulrich Klinge, der stellvertretende Leiter des Kreisgesundheitsamtes in Homberg. Weder Beschwerden noch Meldungen etwa über Entzündungen oder schwere Verläufe nach Bissen seien bekannt. Allerdings hätten Nachfragen ergeben, dass mehrere Abteilungskollegen ebenfalls in Riebelsdorf gebissen worden waren. Dr. Klinge: „Wir werden das weiter beobachten, unsere Gesundheitsaufseher werden versuchen, ein Exemplar einzufangen, damit es in einem Institut genau bestimmt werden kann.“

Meldungen über nervige Bisse häufen sich auch aus dem Raum Bad Hersfeld, Fulda und dem nördlichen Schwalm-Eder-Kreis. Aber auch dort konnte noch nicht genau bestimmt werden, um was für ein Insekt es sich handelt. Das Umweltzentrum in Fulda geht ebenfalls von einer Wanzenart aus.

Quelle: HNA

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