Verschönerungsverein erforschte das Holzburger Siegel – Nun ist es im Ort aufgestellt

Das Wappen fürs Dorf

Stolz: Holzburger Kinder sowie Ortsvorsteher (Mitte, von links) Ulrich Hermann, Bürgermeister Andreas Schultheis und Vorsitzende Heinz Merle (rechts) übergeben das Wappen. Foto: privat

Holzburg. Der Verschönerungsverein Holzburg hat das Wappen des Dorfes am Ortseingang platziert. Um die Symbole in Einklang zu bringen, wurde ein Spruch ergänzt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zudem stellte der Verein drei Fotoplakate im Ort auf, die Holzburger Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Festen in ihrer stolzen Schwälmer Tracht zeigen.

Mit Rechen, Sense, Müh und Fleiß, den Menschen das Korn, als Lob und Preis. Das ist vom Schöpfer gemacht, in seiner Güte, seiner Pracht.

Spruch am Wappen

Heinz Merle, der Vorsitzende des Vereins, überreichte symbolisch ein kleines Wappen an Kinder und Jugendliche des Ortes. Sie gaben es weiter an Ortsvorsteher Ulrich Herrmann und Bürgermeister Andreas Schultheis.

Die Vereinsmitglieder planen zudem, das Wappen am Holzburger Dorfgemeinschaftshaus anzubringen. Das Holzburger Wappen fand unter anderem bei den Jugendlichen des Dorfes Verwendung, sie brachten es an ihrer Burschenschaftskleidung an.

Der Verschönerungsverein Holzburg hatte sich bereits 2004 aufgrund zahlreicher Anfragen aus der Bevölkerung, darum bemüht, das heimische Wappen ausfindig zu machen.

Egon Metz war für den Verein tätig und übergab noch im selben Jahr eine Vorlage. In seiner Historie, die sich auf das Hessische Wappenbuch bezieht, ist die Gestaltung der Wappen von Holzburg, Immichenhain und Salmshausen abgeleitet vom Wappen Asterodes.

Um 1800 wurden die Gemeindesiegel des Amtes Ziegenhain geschaffen. Das so genannte Holzburger Siegel entstand 1802, heißt es in der Historie. Da viele Ortschaften der Schwalm die Symbole Sense, Rechen und Garbe verwendeten, wurde durch eine unterschiedliche Anordnung der Bildbestandteile sowie auch durch eine individuelle Farbgebung Unterschiede geschaffen. So sollen Verwechslungen der unterschiedlichen Wappen vermieden werden. Diese einheitliche Wahl und Verwendung der Symbole sollte den Forschungen nach auch die Fruchtbarkeit der landwirtschaftlich geprägten Schwälmer Region darstellen. (cls)

Quelle: HNA

Kommentare