320 Menschen erhalten regelmäßig Lebensmittel

Warteliste:Andrang auf Tafel ist ungebrochen

Wolfhager Land. Ohne die Hilfe der Tafel würden manche Familien im Wolfhager Land nicht durch den Monat kommen. Der Andrang ist ungebrochen. Auch derzeit existiere eine Warteliste, auf der kontinuierlich rund zehn Bedarfsgemeinschaften stehen, so Marcus Drescher vom Diakonischen Werk Hofgeismar/Wolfhagen.

Versorgte die von der Diakonie gegründete Tafel 2003 gerade mal zehn Bedürftige, ist die Zahl der von Lebensmittelspenden der Tafel unterstützten Familien und Alleinstehenden seit Einführung von Hartz IV explodiert: 140 Bedarfsgemeinschaften, also ungefähr 320 Menschen, sind aktuell bei der Wolfhager Tafel registriert. Darunter auch ältere Menschen, die nur eine geringe Rente beziehen.

Alle zwei Wochen dürfen sie einen Korb voller Lebensmittel abholen, die Supermärkte und Bäckereien aus dem Altkreis sonst in den Müll geworfen hätten. „Die Idee dahinter ist verlockend“, sagt Marcus Drescher, der die Lebensmittel-Gaben nicht als Spende bezeichnet, sondern als wechselseitiges Geben und Nehmen: „Die Supermärkte werden Lebensmittel los, die sie nicht mehr verkaufen können, und Sozialhilfe -und Hartz-IV-Empfänger werden finanziell entlastet“, sagt Marcus Drescher.

„Der Regelsatz ist knapp bemessen, bei vielen reicht das Geld einfach nicht“, so Drescher.

Was die Versorgung mit Lebensmitteln betrifft, ist die Wolfhager Tafel derzeit gut aufgestellt. „Mittlerweile bekommen wir Spenden aus allen Supermärkten im Altkreis Wolfhagen“, so Günter Glitsch, der den Fahrdienst zur Abholung der Lebensmittelspenden organisiert. Glücklich sind die Wolfhager auch, einen Großmarkt aus Bad Arolsen mit im Boot zu haben.

Neun Fahrer und sieben Beifahrer sind täglich mit einem Kühlwagen unterwegs. 30 weitere Mitarbeiter verteilen die Lebensmittel in Schichten eingeteilt zweimal pro Woche in der Ausgabestelle an der Wolfhager Triangelstraße.

ZUM TAGE

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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