Nachfrage größer als das Angebot - Revierförsterei Wolfhagen hat lange Liste

Warten aufs Brennholz

Friedrich Vollbracht

Wolfhagen. Der Altweibersommer hat uns in den vergangenen Tagen mit viel Sonnenschein und Wärme verwöhnt. Doch das wird sich den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zufolge jetzt ändern: Es soll kühler werden. Und spätestens dann, wenn die ersten Nachtfröste hereinbrechen, beginnt wieder die Heizperiode.

Wer zum Heizen auf die behagliche Wärme aus dem Kaminofen setzt, der sollte bereits einen Holzvorrat angelegt haben. Denn in Wolfhagen wird das Brennholz knapp. „Ich habe sehr viele Vorbestellungen“, berichtet Friedrich Vollbracht, Leiter der Revierförsterei Wolfhagen. So viele Vorbestellungen, dass damit im Grunde auch schon das kommende Jahr ausgebucht sei und neue Kunden erst wieder ab 2013 eine Chance haben.

Der Grund für die Knappheit ist ganz einfach: „Die Nachfrage ist größer als das Angebot“, sagt der Revierleiter. Weniger Holz als üblich werde jedenfalls nicht geschlagen, sagt er.

Selbstabholer

Die Kunden der Wolfhager Revierförsterei holen das Holz selbst aus dem Wald ab und hacken es sich je nach Größenbedarf zurecht. Für den Raummeter zahlen sie 35 Euro, wenn die Abnahme bei etwa zehn Raummetern liegt. Billiger wird es, wenn sich mehrere Abnehmer zusammenschließen, sagt Vollbracht, dann gebe es Mengenrabatt.

In Wolfhagen handelt es sich bei dem Brennholz hauptsächlich um Kronenholz von Buchen. Es seien aber auch andere Arten wie beispielsweise Eichen darunter. Der Vorteil des Buchenholzes: „Es hat einen guten Heizwert“, sagt Friedrich Vollbracht. Obwohl die Holzvorräte in Wolfhagen in diesem Jahr bereits alle wegen der Vorbestellungen erschöpft sind, müsse das nicht überall in der Region so aussehen, sagt der Revierleiter.

Um dem Notstand vorzubeugen gibt er eine Empfehlung: Man sollte sich immer erst um das Holz kümmern, bevor man sich einen Ofen zulegt. Archivfoto: N. Müller

Von Vera Glass

Quelle: HNA

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