Eisige Temperaturen verhindern die Reparatur von Schlaglöchern - Hessen Mobil flickt große Löcher

Warten auf besseres Wetter

Reparatur derzeit nicht möglich: Die Löcher in der Kreisstraße zwischen Wolfhagen und Philipinenburg bleiben mindestens bis zum Winterabzug erhalten.

wolfhager land. Alles nur provisorisch - die Mitarbeiter der Straßenmeistereien, die derzeit im Wolfhager Land damit beschäftigt sind, Löcher in den Straßen zu flicken, arbeiten nicht für dauerhafte Lösungen. Lediglich dort, wo die regelmäßigen Streckenkontrollen ergeben, dass die Verkehrssicherheit akut gefährdet ist, gebe es Einsätze, erklärt Hessen-Mobil-Pressesprecher Horst Sinemus.

Grundsätzlich starte die Arbeit zur Straßenerhaltung nicht vor Mitte März. In diesem Jahr könnte der Zeitpunkt unter Umständen deutlich später liegen: „Aufgrund der derzeitigen Temperaturen ist noch keine langfristig angelegte Schlaglochbeseitigung möglich.“

Asphalt kühlt schnell aus

Mit sogenanntem Kaltmischgut flicken die Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Wolfhagen Schlaglöcher. Asphalt können sie im Moment nicht verbauen, „da es sich um relativ kleine Mengen handelt und das Material zu schnell auskühlt“, erklärt Sinemus. Einen Schwerpunkt bei der Beseitigung von Winterschäden habe er im Altkreis Wolfhagen nicht ausmachen können.

Der Landkreis hat ebenso nach dem Blick aufs Wetter die Ausbesserungsarbeiten verschoben. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn gebe es nirgendwo übermäßigen Bedarf, Schlaglöcher zu schließen. 145 000 Euro stehen für Straßenunterhaltungen dieses Jahr im Haushalt. Dazu kommen noch Mittel aus dem vergangenen Jahr, die nicht verbraucht worden waren. So kommt die Summe von etwa 250 000 Euro zusammen, die der Kreis allerdings nicht nur für Schlaglöcher, sondern unter anderem auch Markierungsarbeiten verwenden kann. Im Winter 2010/2011 hatten mit dem „Sonderprogramm Schlaglöcher“ von der Landesregierung 535 000 Euro zur Verfügung gestanden.

Bund, Land, Kreis und Kommune als Straßenbaulastträger und Eigentümer der Straßen haben grundsätzlich die Pflicht, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für Dritte zu verhindern, erklärt Sinemus. Akute Gefährdung ergibt sich aus der Frage, ob vom Zustand der Straße Gefahren ausgehen, die zu Schadenersatzansprüchen führen können.

Doch Autofahrer können sich nicht allein darauf verlassen, dass die Straßenbaulastträger alle Schlaglöcher sofort entdecken und bekämpfen. Sie müssen ihre Geschwindkeit der Situation anpassen und den Zustand der Straße zunächst prüfen, erläutert Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC. Denn auf weniger stark befahrenen Straßen muss auch die Kontrollendichte nicht so hoch sein. Wer für einen eventuellen Schlaglochschaden hafte, müsse in jedem Fall einzeln geklärt werden, stimmt Sinemus ihm zu. (prs)

Quelle: HNA

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