Stadt führt ab 2014 gesplittete Abwassergebühr ein – Selbstauskunft startet im Juli

Wasser gerecht bezahlen

Gebühren für Abwasser: Künftig wird das Verhältnis von bebauter Fläche eines Grundstücks zum Frischwasserverbrauch mit in die Berechnung einbezogen. Foto: Archiv

Melsungen. Die Stadt Melsungen führt die gesplittete Abwassergebühr ein. Die Abgaben werden künftig nicht mehr nach dem reinen Frischwasserverbrauch berechnet. Sie werden sich aus dem in den Kanal eingeleiteten Regen- und Schmutzwasser zusammensetzen.

Die Stadt bietet zu diesem Thema Informationsveranstaltungen und Sprechstunden an. Die nächste Info-Veranstaltung beginnt am Montag, 24. Juni, um 18.30 Uhr in der Stadthalle Melsungen. Die Selbstauskunftsbögen werden ab dem 29. Juli verschickt. Sie müssen bis zum 6. September wieder abgegeben werden.

Mehr Transparenz

Durch diese Abrechnung nach dem Verursacherprinzip soll laut Christian Reeg vom Stadtbauamt mehr Transparenz entstehen. Es komme dadurch keine Gebühr hinzu. Grundlage für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr ist die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen. Auf jedem Grundstück sei demnach das Verhältnis von bebauter Fläche zu Frischwasserverbrauch unterschiedlich. Eine einheitliche Gebührenbemessung sei deshalb nicht möglich.

Durch die neue Regelung kann es für Grundstücke mit üblichem Trinkwasserbezug und wenig bebauter Fläche, wie es bei Einfamilienhäusern der Fall ist, günstiger werden. Teurer wird es für Grundstücke mit niedrigem Trinkwasserbezug und viel bebauter Fläche. Dazu gehören Einkaufs- und Bürokomplexe. Ausnahmen gelten für Zisternen und Versickerungsanlagen. (jon)

• Informationen: Info-Veranstaltungen gibt es am 24. Juni in der Stadthalle Melsungen, am 25. Juni im Dorfgemeinschaftshaus Obermelsungen und am 2. Juli im Dorfgemeinschaftshaus Adelshausen. Die Stadt bietet auch Sprechstunden an. Info-Hotline ab 29. Juli: 0561/9287621.

Quelle: HNA

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