Das Wasser kann kommen: Wasserturm in Borken wurde saniert

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Im Inneren des riesigen Wasserbehälters: Wasserwerker Peter Wiegand zeigt dem Bürgermeister den Stand der Arbeiten.

Borken. Fast ein dreiviertel Jahr lang war der Wasserturm, Borkens Wahrzeichen, komplett eingerüstet und verpackt: Jetzt wird das Gerüst abgebaut.

Die Sanierung des prägenden Bauwerks war Borkens höchst gelegene Baustelle: Für rund eine Million Euro wurde der Wasserturm innen und außen saniert.

Wenn es wärmer und trockener wird, müssen im oberen Bereich noch Ausbesserungsarbeiten ausgeführt werden, dann ist die Sanierung abgeschlossen.

Ist auch alles dicht? Der technische Leiter der Stadtwerke Borken, Thomas König (stehend) und Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm kontrollieren den Wasserstand während der Dichtigkeitsprüfung am Reservoir für das Löschwasser.

Erst beim Abtragen der losen Bestandteile der Außenhaut habe man einen erheblich größeren Schadensumfang festgestellt, als bei den Voruntersuchungen zu erwarten gewesen sei, hieß es am Wochenende beim Rundgang im Wasserturm mit Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm. Es musste mehr abgetragen werden, zusätzlich zeigten sich mehr Risse als angenommen. Die Sanierung war erforderlich, um die langfristige Standsicherheit des Turmes zu gewährleisten.

Neben dem Außenbereich wurden auch die beiden Wasserbehälter innen von Grund auf saniert. Der alte Fliesenbelag wurde entfernt und durch eine Wasser undurchlässige Beschichtung ersetzt. Zurzeit laufen die Installationsarbeiten. Dazu werden die zwei Kammern mit 220 Kubikmetern Trinkwasser und 80 Kubikmetern Wasser als Reservoir für den Brandschutz in Kürze gereinigt und einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen. Nach der Desinfektion und der Freigabe durch die Gesundheitsbehörde wird der Wasserturm Anfang März wieder in Betrieb genommen.

Beim Abbau des Gerüstes Ende Januar stellte man in Teilbereichen der Außenbeschichtung eine Blasenbildung fest, die bei der ersten Abnahme Anfang Januar noch nicht sichtbar war. Vermutlich war der Untergrund vor der Beschichtung noch nicht vollständig ausgetrocknet.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen in der letzten Januarwoche gefror das Wasser und löste die Beschichtung. Die schadhaften Stellen wurden durch die Firma freigelegt, damit der Untergrund austrocknen kann. Die abschließende Wiederherstellung der Beschichtung wird je nach Wetterlage zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Durch die Mängelbeseitigung entstehen jedoch keine Mehrkosten.

Quelle: HNA

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