Fritzlarer Feuerwehren übten Brandbekämpfung und die Suche nach Vermissten

Zu Wasser und in der Luft

Alle in einem Boot: Auf der Teichanlage in Züschen wurde eine Personensuche geübt.

Züschen. Sirenen und Martinshörner schreckten die Bewohner aus Fritzlar und den Stadtteilen auf. Doch es war nur eine große Alarmübung, zu der am Montag die Feuerwehren der Stadt nach Zü-schen ausrückten

Für die letzte große Übung des Jahres hatte Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke drei Szenarien vorbereitet. In der Schreinerei Prenztel wurde ein Brand angenommen. Eine Person galt als vermisst. Vom Brandort lief verschmutztes Löschwasser in die Elbe.

Zwei Kinder wurden vermisst

Dritter Einsatzort war schließlich die Kläranlage, an der laut Übungsaufbau zwei Kinder vermisst wurden.

Kurz vor 19 Uhr waren die Feuerwehren aus Fritzlar, Cappel, Geismar, Haddamar, Lohne, Obermöllrich, Rothhelmshausen, Ungedanken, Werkel und Züschen alarmiert. Treffpunkt für die Übung war das Züschener Feuerwehrhaus. Von dort aus dirigierte Hucke seine Leute.

Um den Brand in der Schreinerei und die Suche nach der vermissten Person kümmerten sich die Brandschützer aus Züschen, Rothhelmshausen, Obermöllrich, Fritzlar, Cappel und Werkel. Unter Atemschutz durchsuchten die Einsatzkräfte die Werkstatt, während ihre Kameraden den Löschangriff begannen.

Dazu wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, von der das vermeintliche Feuer bekämpft wurde. Zeitgleich errichteten die Wehrleute aus Geismar, Lohne und Fritzlar zwei Ölsperren auf der Elbe.

Gleichzeitig lief die Suche nach den zwei Kindern an der Teichanlage. Den Uferbereich durchkämmten Feuerwehrleute mit Lampen. Auf dem Wasser war ein Boot im Einsatz, das ebenfalls zur Suche genutzt wurde.

An der Übung waren 114 Männer und Frauen der Einsatzabteilungen beteiligt, darunter 41 Atemschutzgeräteträger und 17 Fahrzeuge einschließlich Boot.

Bessere Zusammenarbeit

Ziel sei gewesen, die Zusammenarbeit der Feuerwehren zu verbessern, erklärte Hucke. Wichtig sei es aber auch, dass alle Feuerwehrleute mit allen Rettungsgeräten vertraut sind.

Das Fazit des Feuerwehrchefs fiel positiv aus. Hucke lobte das Zusammenspiel. Auch die Beteiligung sei gut. Geplant werden konnte das nicht, denn die Übung war bis zum Alarm Geheimsache.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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