Entkeimungsanlage kommt – Kurzfristige Entscheidung in Gemeindevertretersitzung

Wasser soll wieder fließen

Streitpunkt Wasser: Aus drei Quellen wird die Besser Wasserversorgung gespeist – im Bild das Gebiet um die Quelle Eichborn. Foto: privat/nh

Edermünde. Die Diskussion über das Besser Wasser und die darin enthaltenen Verunreinigungen geriet zu einer Schlammschlacht. Die Gemeindevertreter entschieden, und das ist entscheidend für die Besser, aber letztlich einstimmig dafür, eine Entkeimunganlage zu installieren.

Der geplante Beitritt zum Gruppenwasserwerk (GWW) und die Übertragung der Wasserrechte ist verschoben – erst nach der Kommunalwahl im kommenden Jahr soll weiter diskutiert werden.

Menschen verunsichert

Überhaupt war die Kommunalwahl häufig Thema in der Gemeindevertretersitzung im Edermünder Ortsteil Haldorf. Etwa 80 Zuschauer erlebten eine hitzige und nicht immer feine Auseinandersetzung zwischen der FWG-Fraktion und Vertretern der SPD.

Da war von populistischen Kampagnen der FWG gegen Bürgermeister Karl-Heinz Färber die Rede, die einer unerhörten Verunglimpfung gleichkäme (Achim Wicke, SPD). Damit bezog sich der SPD-Mann auf die Frage in einem FWG-Flyer welchen Interessen der Bürgermeister als Vorstandsmitglied des Gruppenwasserwerks überhaupt diene. Die FWG habe übelste Polemik ins Spiel gebracht indem sie die Besser verunsichere: Denn weder vernichte die SPD die Wasserrechte noch sei die Abgabe an das GWW von langer Hand geplant (Günter Rudolph, SPD-Fraktionsvorsitzender).

Die FWG solle unter anderem darlegen wie sie zu Angaben komme, die Quellschüttungen (Wassermenge) seien um das Zwei- bis Achtfache zu steigern. „Mit solchen Behauptungen kommen sie uns nicht davon“, sagte Rudolph.

Die SPD müsse sich aber sehr wohl gefallen lassen, über Jahre nicht in dem Maß in die drei Quellen und die Infrastruktur der Anlagen investiert zu haben, sagte Oliver Steyer von den Grünen. Hätte man, wie im Jahr 2004 in einem Bericht des Rechnungshofes gefordert, rechtzeitig in eine Entkeimungsanlage investiert, bräuchte man jetzt diese Diskussion nicht zu führen.

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Quelle: HNA

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