Gemeindevertreter beschließen Gebührenerhöhungen

Wasserpreise in Breuna steigen

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Wird teurer: Die Gebühren für das Trinkwasser in Breuna werden angehoben. 

Breuna. Auf die Bürger in Breuna kommen höhere Gebühren für das Trink- und Abwasser zu. Auch die Erhöhung der Grundsteuer A und B wurde von den Gemeindevertretern bei der jüngsten Sitzung in Wettesingen beschlossen.

Bei der Erhöhung der Wassergebühr schlagen künftig 2,16 Euro pro Kubikmeter zu Buche, bisher waren es 1,68 Euro. Für einen Haushalt mit vier Personen und einem Einfamilienhaus wären dies bei einem Verbrauch von 160 Kubikmetern 345,60 Euro (bisher 268,80) und somit Mehrkosten von 76,80 Euro.

Auch beim Abwasser verändern sich die Kosten: Während die Niederschlagswassergebühr mit einer Erhöhung von bisher 0,38 Euro auf 0,95 Euro deutlich teurer wird, sinkt dafür die Schmutzwassergebühr von 3,12 Euro auf 2,72 Euro. Für einen Vier-Personenhaushalt mit Einfamilienhaus und einem Verbrauch von 160 Kubikmetern Schmutz- und 115 Kubikmetern Oberflächenwasser bedeutet dies lediglich Mehrkosten in Höhe von 1,55 Euro. Deutlich höher werden die Mehrkosten allerdings für gewerbliche Betriebsbesitzer ausfallen.

Die Erhöhungen der Grundsteuer A (von 300 auf 350 Prozentpunkte) und B (von 280 auf 330 Prozentpunkte) wurden bei drei Gegenstimmen der CDU beschlossen. Dies bedeutet bei einer durchschnittlichen Stückländerei eine Erhöhung von 20,25 Euro auf 23,63 Euro (Grundsteuer A). Bei der Grundsteuer B steigen die Kosten bei einem Neubau von 192,78 Euro auf 227,21 Euro und bei einem Zweifamilienhaus Baujahr 1995 von 199,38 Euro auf 233,81 Euro.

Bei einem alten Fachwerkgebäude steigen die Kosten von 32,40 Euro auf 38,18 Euro und bei einem großen Gewerbebetrieb von 3689 Euro auf 4348 Euro. Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann warb um Verständnis für die Erhöhungen, um künftig ein Haushaltskonsolidierungskonzept zu vermeiden und die Selbstverwaltung aufrechterhalten zu können.

Erfreulicher gestaltet sich die Situation hingegen beim Finanzbericht für das dritte Quartal des Jahres 2012. Die Erträge und Aufwendungen liegen bei fast allen Positionen nah am Haushaltsansatz. Derzeit besteht ein Überschuss von 65 000 Euro. Der Überschuss könnte sich unter anderem noch erhöhen, wenn das prognostizierte Wirtschaftswachstum eintritt, Einnahmen aus den Vorrangflächen für Windenergie erzielt werden und keine zusätzlichen Unterhaltsaufwendungen zu Buche schlagen.

Nach jetzigem Sachstand kann auf eine Nachtragshaushaltsatzung verzichtet werden, hieß es.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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