Feuerwehren und DLRG schulten weibliche Einsatzkräfte am Singliser See

Wasserrettung auch für Frauen

Volle Kraft voraus: Frauen aus 15 Feuerwehren des Landkreises übten auf dem Singliser See. Foto: Zerhau

Singlis. Regen Bootsverkehr gab es am Wochenende auf dem Singliser See. Neben den Modellbooten, die beim Küstenwachboot 18 kreuzten, waren Rettungsboote von Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem See unterwegs.

Die DLRG-Wasserrettung aus dem Schwalm-Eder-Kreis um Zugführer Martin Teutschmann hatte in Zusammenarbeit mit den Borkener Feuerwehren 41 Feuerwehrfrauen aus 15 Einsatzabteilungen zu einem Wasserrettungslehrgang eingeladen. Auf der Tagesordnung standen unter anderen Themen wie das Kennenlernen von Rettungsgeräten, den Booten sowie der Rettungsausrüstung. Dazu wurden an Stationen die Strömungsretter und ihre Ausrüstung vorgestellt.

Wie Elke Peuster, Kreisfeuerwehrsprecherin und Verantwortliche für die Feuerwehrfrauen im Schwalm-Eder-Kreis, sagte, wolle man mit der Veranstaltung Frauennetzwerke knüpfen und Frauen die Arbeiten machen lassen, die sonst nur von den Männern gemacht werden.

Ende der siebziger Jahre war es die Homberger Feuerwehrfrau Helga Mänken, die sich dafür einsetzte, dass Frauen als gleichberechtigte Einsatzkräfte angesehen werden. Gute 35 Jahre später ist das Thema weitestgehend entschärft, allerdings preschen die Männer immer noch voran. Deshalb war die Aktion am Singliser See eine Gelegenheit für die Frauen in den Einsatzabteilungen, das zu machen, was bei gemeinsamen Übungen gern die Männer machen. Dazu gehört auch die Wasserrettung.

Die ist im Schwalm-Eder-Kreis eine gut organisierte Kooperation zwischen den Feuerwehren und der DLRG. Zehn Übungen machen die Männer und Frauen der DLRG allein, zwei bis drei Übungen werden gemeinsam mit der Feuerwehr erledigt. Ideales Übungsareal ist für alle Einsatzkräfte der Singliser See, der nach Anmeldung bei der Stadt Borken allen Rettungseinheiten zur Verfügung steht.

Wie Kreisbrandmeister Bernhard Stirn, der mit Borkens Stadtbrandinspektor Achim Hilgenberg das Treffen organisierte, sagte, sei die Wasserrettung rund um Borken ein wichtiges Thema. Mit den Flüssen und Seen um Borken, dem Silbersee bei Frielendorf und dem See in Ostheim habe man eine Wasserfläche von über 300 Hektar. (zzp) • Kontakt: Elke Peuster, Tel. 0 56 61/ 8167 und E-Mail: walter-peuster@web.de (zzp)

Quelle: HNA

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