Wasserrettung auf der Fulda: Übung der Feuerwehrleute

Guxhagen. Ein realistisches Übungsszenario hatten Zugführer Martin Teutschmann (Knüllwald) und sein Team für die Übung auf der Fulda zwischen Büchenwerra und Guxhagen ausgedacht. Es wurde davon ausgegangen, dass mehrere Kanus mit acht Personen gekentert waren und die Kanuten hilflos im Wasser trieben.

Ein ähnlicher Unfall war vor einiger Zeit im Kreis Hersfeld-Rotenburg tatsächlich passiert. Als Übungsdarsteller waren Strömungsretter des Wasserrettungszuges Kassel und Angehörige der DLRG Guxhagen-Melsungen im Wasser. Sie sollten von den Helfern des Wasserrettungszuges des Schwalm-Eder-Kreises, der sich aus DLRG-Einheiten und der Freiwilligen Feuerwehr Borken zusammensetzt, von Booten aus und von Tauchern aus dem Fluß gerettet werden.

Um 19.15 Uhr waren die Einheiten alarmiert worden. Treffpunkt war am Fuldaufer bei Büchenwerra und unter der Brücke bei Guxhagen. Von diesen beiden Stellen wurden die insgesamt fünf Boote ins Wasser gelassen, um die Suche nach den Verunglückten zu beginnen. Sehr bewährt hat sich dabei laut Feuerwehr, dass die Suche von zwei Seiten, einmal flussaufwärts der Unfallstelle bei Büchenwerra und zum anderen flussabwärts von Guxhagen aus, eingeleitet werden konnte. So war es möglich, schon um 20 Uhr den ersten Übungsdarsteller aus der Fulda zu retten. Mit dem Boot wurde er zu der Sammelstelle unter der Brücke gebracht und dort weiterversorgt. Um 20.34 Uhr waren alle acht Kanuten aus dem Wasser gerettet.

Der hohe und dichte Uferbewuchs und die durch ihre dunkle Bekleidung kaum sichtbaren Übungsdarsteller im Wasser hatten den Helfern die Suche enorm erschwert. Aber schließlich wurden alle fünf Boote wieder an Land geholt.

Teutschmann dankte den 35 Helfern der DRG Ortsgruppen aus Neuental, Wabern, Borken, Gudensberg, Guxhagen-Melsungen, Niederbeisheim, Edermünde und Homberg, sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Borken für ihren Einsatz. Die Borkener Feuerwehr setzte auch ihr ganz neues und aus Vereinsmitteln beschafftes Schlauchboot, das erst am kommenden Samstag offiziell in Dienst gestellt wird, auch ein. Es hat sich bei diesem Übungseinsatz schon bewährt, denn dieses kleinere und leichtere Boot kann auch an unbefestigten Stellen zu Wasser gelassen werden, was eine enorme Zeitersparnis bedeuten kann.

Bei der Übungsbesprechung stellte Teutschmann fest, dass  die Mannschaften sehr gut gearbeitet hatten. Kommunikationsprobleme sollen durch die in nächster Zeit vorgesehene Umstellung auf Digitalfunk zukünftig vermieden werden. Alle Bootsführer haben sich an die Anweisungen gehalten und versucht Sog- und Wellenschlag durch umsichtige Fahrweise zu vermeiden. Allerdings musste die Leitung des Szenarios auch feststellen, dass bei einem Realeinsatz mit diesem Szenario die Kanuten zumindest starke Unterkühlung erlitten hätten, denn die Zeit von der Alarmierung über das Bereitmachen der Boote, die Anfahrt zur Unfallstelle und das ins Wasser lassen der Boote bis zur Einleitung der Rettung ist mit 45 Minuten durchaus realistisch. (zot)

Bilder von der Übung

Wasserrettungsübung zwischen Büchenwerra und Guxhagen

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Wenderoth

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