Heßlar

Wasserrohrbruch führt zu überschwemmter Straße in Heßlar

Heßlar. Sprudelndes Wasser an mehreren Stellen aus dem Asphalt - diese Situation führte in der Nacht zu Montag in Heßlar zu einem großangelegten Feuerwehreinsatz. Die Ursache für den Wasserrohrbruch ist noch unklar. Fest steht aber, dass die Straße nun komplett aufgebaggert werden muss.

Einem Autofahrer war in der Nacht zu Montag aufgefallen, dass in der Melgershäuser Straße in Heßlar an mehreren Stellen Wasser aus der Teerdecke sprudelte. Er informierte die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sprudelte das Wasser an drei Stellen mehrere Zentimeter hoch aus der Teerdecke und lief in einem breiten Bach die viel befahrene Straße in dem Felsberger Stadtteil hinab. Der Straßenuntergrund war vom Wasser bereits aufgeweicht. Gemeinsam mit Anwohnern überprüften die Feuerwehrleute die Keller auf möglicherweise bereits eingedrungenes Wasser.

Bis zum Eintreffen eines Mitarbeiters vom Gruppenwasserwerk sperrten die Feuerwehrleute die Straße für den Verkehr. Nach Angaben des zuständigen Technikers muss die Straße nun aufgebaggert werden, um die Schadenstelle zu suchen und dann den Wasserrohrbruch an der Hauptleitung des Stadtteils zu reparieren. Dafür werde eine Sperrung der Melgershäuser Straße unumgänglich sein.

Während die Mitarbeiter des Wasserversorgers noch auf den Bagger warteten, entstand in der Straße, nachdem ein Bus über die Schadenstelle gefahren war, ein 50 Zentimeter tiefes und etwa einen Quadratmeter großes Loch. Otto Wagner, ein Anwohner an der Melgershäuser Straße, hat diese Schäden nach eigenen Angaben schon länger erwartet. Täglich donnere im Abstand von wenigen Minuten die mit Erde von der Baustelle der Helterbachtalbrücke beladenen LKWs an seinem Haus vorbei. Diesen Belastungen habe vermutlich der Unterbau der Straße nicht standgehalten und die Wasserleitung sei durch die Erdverschiebungen gebrochen.

Fotos: Wasserrohrbruch in Heßlar

Wasserrohrbruch in Heßlar

Er habe erst vor wenigen Tagen bei Hessen Mobil angerufen und auf die enormen Belastungen der Anwohner durch den Schwerlastverkehr hingewiesen. Abhilfe sei ihm aber nicht zugesagt worden, schließlich handelt es sich laut Hessen Mobil um eine Straße, die auch von den LKW befahren werden darf. Wagner befürchtet, dass es nicht nur innerorts, sondern auch auf der schmalen Kreisstraße zwischen Heßlar und Melgershausen zu Unfällen kommen kann. Seine Forderung: Dass der Schwerlastverkehr während der Bauarbeiten an der Autobahn über eine zusätzlich zu erstellende Baustraße außerhalb der Ortschaften geführt wird. (zot)

Quelle: HNA

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