Brigade außer Dienst

Wechsel der Heeresflieger zur neuen Division mit Appell

Fritzlar. Noch während in Berlin mit Ursula von der Leyen erstmals eine Frau ins Verteidigungsministerium einzog und damit Chefin aller Soldaten ist, war die Reform der Bundeswehr an anderer Stelle sichtbar im Gange; in Fritzlar nämlich.

Mit einem feierlichen Appell wurden die Heeresfliegerkräfte der Bundeswehr einer neuen Division unterstellt; sie wechseln von der Division Luftbewegliche Operationen (DSO) in Veitshöchheim zur Divison Schnelle Kräfte (DSK) in Stadtallendorf. Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Militär, Kirche und anderen wurde der Appell in einer der neuen Hubschrauberhallen am Rande des Flugplatzes begangen. Mit dem Zeremoniell wurde auch die Luftbewegliche Brigade 1 mit Sitz in der Domstadt von ihrem Auftrag entbunden, zum 30. Juni kommenden Jahres wird sie aufgelöst.

Sichtbares Zeichen dieser Umstrukturierung war das Verhüllen der Truppenfahne, vorgenommen von Brigadekommandeur Oberst Michael Mittelberg und Generalmajor Benedikt Zimmer (Divison Luftbewegliche Operationen). Das Kommando über die Transporthubschrauberregimenter 10 (Faßberg) und 30 (Niederstetten) sowie über das Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar wurde durch Überreichen der Fahnen an die DSK übergeben.

In ihren Reden lobten die Kommandeure die Brigade, die 1997 gegründet worden war. Oberst Mittelberg sagte, die Symbiose von Infanterie, Unterstützungskräften und Heeresfliegern sei für die Bundeswehr nahezu revolutionär gewesen. Er sprach von einem Leuchtturmprojekt, dessen Licht auch in der neuen Division strahlen werde. (ode)

Quelle: HNA

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