Spielbetrieb möglich

Auf der Golfanlage Escheberg passiert auch im Winter viel

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Spiel der Farben: Der Abschlag der Driving Range liegt noch im Morgentau, im Hintergrund beleuchtet die Sonne bereits das Grün. Hans-Jürgen Eskuche zeigt auf einige Erdhäufchen, die Indiz für einen ökologisch intakten Platz sind.

Zierenberg. Die Sonnenstrahlen bahnen sich den Weg durch die Baumwipfel und spiegeln sich malerisch auf der dünnen Eisfläche des Teiches. Dezent liegt der Morgentau auf dem satten Grün der Bahnen. Eine idyllische Ruhe umgibt die Anlage des Golfclubs (GC) Escheberg.

Es scheint, als liege das 100 Hektar große Areal im tiefen Winterschlaf. Zwar ist der Golfplatz am gestrigen Vormittag gesperrt, doch bereits heute dürften sich wieder zahlreiche Mitglieder auf dem 18-Loch-Platz tummeln und Golfbälle schlagen.

„Von einem Winterschlaf kann keine Rede sein“, sagt Präsident Hans-Jürgen Eskuche. Auch wenn es die derzeitigen Temperaturen um den Gefrierpunkt schwierig machen, liege der Spielbetrieb während der Wintermonate nicht brach, sagt Eskuche. Die Anlage habe zwar mit dem so genannten Schneepilz zu kämpfen, der um die Null Grad Celcius besonders aktiv und für Löcher im Grün verantwortlich sei. Dies liege auch daran, dass die Bundesregierung den Einsatz von chemischen Spritzmitteln rigoros eingeschränkt habe, erklärt Eskuche. Bei Temperaturen deutlich über oder unter Null Grad jedoch sei ein Spielen auf der Anlage sehr wohl möglich, Mitglieder könnten sich tagesaktuell auf der Homepage über den Zustand informieren.

Überhaupt herrsche während der Wintermonate durchaus Betrieb auf der Anlage. Sämtliches Gerät müsse gewartet und instandgesetzt werden, Betreiber Heinz Schulz pflege die Bahnen durch Arbeiten wie das Entfernen von Schnee, kleineren Erdhäufchen oder den Schnitt von Bäumen.

Apropos Erdhäufchen: Sie entstehen laut Eskuche durch den Kot von Würmern. Sie störten zwar beim Putten, seien aber Indiz für einen ökologisch absolut intakten Platz, bei dem wenig Insektizide ein gesetzt werden, sagt der Präsident. Kehrseite der Medaille: Die vielen Würmer und ziehen Wildschweine fast magisch an. Und davon gäbe es in den vielen Waldflächen rund um den Platz mehr als genug. Bei Treib- oder Drückjagden seien Strecken von 40 Wildschweinen keine Seltenheit, sagt Eskuche. Dennoch sei der Zustand des Platzes gut, sollten weitere Arbeiten wie Laubentfernung stattfinden, sei man auf einem guten Weg.

Von wegen Winterschlaf: Die Golfanlage Escheberg in den kalten Monaten

Überhaupt glaubt Eskuche fest daran, dass auch die Anlage Escheberg in Zukunft wieder als eine der schönsten in Nordhessen präsentiert. In der Vergangenheit gab es Unruhe im Verein nach einer inzwischen zurückgezogenen Kündigung des Betreibers.

Man befinde sich aber in Verhandlungen mit Schulz, um die Anlage selbst zu betreiben, ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben, sagt der Präsident des 500 Mitglieder starken Vereins. Der Spielbetrieb für kommende Saison sei in jedem Fall schriftlich zugesichert.

Quelle: HNA

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