Wehr rückte erneut zum Brandort nach Wenigenhasungen aus

Totalschaden: Das Fachwerkhaus ist durch die Flammen und das Löschwasser stark beschädigt. Die Scheune musste komplett abgerissen werden. Heute sucht die Kripo nach der Brandursache. Foto: Ricken

Wenigenhasungen. In der Nacht zum Montag musste die Feuerwehr erneut zu dem Haus in Wenigenhasungen ausrücken, das am Samstag durch einen Brand zerstört wurde. An der Gaube habe es offenbar noch Glutnester gegeben, erklärte Wolfhagens Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Kurz nach drei Uhr seien die Wehren aus Wolfhagen und Wenigenhasungen wieder vor Ort gewesen. „Wir haben gelöscht und einige verdächtige Balken abgesägt", so Brunst.

Die Mitglieder der Feuerwehr seien ziemlich erschöpft und hätten kaum geschlafen. „Seit Freitagabend hatten wir 34 Einsätze“. Der größte in Wenigenhasungen beschäftigte die Wehren allein von Samstagnachmittag bis zum Sonntagmorgen.

Als der Alarm ausgelöst wurde, befanden sich sämtliche Wehren beim Feuerwehrverbandstag in Ehringen. Noch mit den Uniformen unter der Einsatzkleidung rückten die Wehren aus Altenhasungen, Wolfhagen, Bründersen, Nothfelden, Baunatal und Kassel aus. Vor Ort waren auch die DRK-Rettungskräfte aus Wolfhagen. Als die Feuerwehr eintraf, standen die Scheune und der Dachstuhl schon komplett in Flammen. Die Brandschützer hatten damit zu kämpfen, dass das Feuer auf Grund der engen Bebauung nicht auf die Nachbarhäuser übergriff. Mit zwei Drehleitern aus Wolfhagen und Baunatal konnte dies jedoch verhindert werden.

Bagger riss Scheune ein

Mit einem Bagger wurden die Scheune eingerissen und der Dachstuhl aufgeschnitten. Der Schaden liegt laut Kripo bei 300 000 Euro. Hinzu kommen weitere 30 000 Euro Schaden am Nachbarhaus.

Warum die komplette Scheune und der Großteil des Fachwerkhauses von den Flammen zerstört wurden, steht noch nicht fest. Die Kripo hat das Gebäude abgesperrt, niemand darf es betreten. Am Dienstag werden die Ermittler vor Ort sein.

Die Familie soll bei Verwandten untergekommen sein. In einer Mail an die HNA schreibt sie: „Wir sind tief bewegt über die große Hilfsbereitschaft und Anteilnahme der Menschen.“ Außerdem bedanken sie sich für die „verantwortungsvolle, kräftezehrende Arbeit“ der beteiligten Feuerwehren. Nach Auskunft des Wenigenhasunger Ortsvorstehers Robert Schwarz werde im Dorf für die Familie gesammelt.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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