Wehrbeauftragter besuchte die Division Spezielle Operationen

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Geschenk für den Gast: Divisionskommandeur Generalmajor Jörg Vollmer (links) überreicht dem Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus ein Buch.

Stadtallendorf. Er ist der Anwalt der Soldaten und zugleich Kontrolleur der Streitkräfte – der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus. Jetzt besuchte der Jurist die in der Stadtallendorfer Herrenwaldkaserne stationierte Division für Spezielle Operationen (DSO).

Er informierte sich über den Stand der anstehenden Umstrukturierung der Bundeswehr. 2014 wird die Division Spezielle Operationen mit der Division Luftbewegliche Operationen zur Division Schnelle Kräfte (DSK) zusammengeführt. Veränderungen, die auch die Einheiten in Schwarzenborn und Fritzlar betreffen werden. Sie gehören aktuell zur Division Luftbewegliche Operationen.

Soldatenheim notwendig

Für das derzeit geschlossene und sanierungsbedürftige Soldatenheim sieht der Wehrbeauftragte durchaus eine weitere Möglichkeit der Nutzung, allerdings in verkleinerter Form. Eine Schließung der Hessenkaserne erachtete er mit Blick auf die Soldaten, die es dort unterzubringen gilt, als nicht sinnvoll.

Neben den allgemeinen Aufgaben der Division verschaffte sich der Wehrbeauftragte einen Einblick in die Bedingungen, unter denen die Uniformträger wohnen und ihren Dienst verrichten. Dabei legte er besonderen Wert auf einen angemessenen Ausbildungsstand der Soldaten sowie hochwertiges Material.

Mehr Ausrüstung ist nötig

„Leider entspricht die Ausrüstung für den Einsatz, vor allem bei den Hubschrauberkapazitäten, noch nicht dem, was notwendig ist“, sagte Königshaus. Aus einer Sicht herrscht dennoch bei den Angehörigen der Division eine große Berufszufriedenheit. Ein weiterer Schwerpunkt des Informationsbesuches waren Gespräche mit den Vertrauenspersonen der einzelnen Laufbahngruppen.

Bei seinen Gesprächen mit Soldaten informierte er sich auch über die persönlichen und familiären Verhältnisse der Divisionsangehörigen, die sich häufig im Auslandseinsatz befinden. Dabei wies Königshaus ausdrücklich darauf hin, dass die Vereinbarkeit von Dienst und Familie eine große Herausforderung darstelle, die man bewältigen müsse.

Dort erhielt er einen Einblick ins breitgefächerte Aufgabenspektrum der Stadtallendorfer Fallschirmjäger. Gleichzeitig machte sich der Wehrbeauftragte mit der Besichtigung von Lageplanungszentrum, Unterkünften, Ausbildungsanlagen, Sport- und Betreuungsmöglichkeiten ein Bild von der Infrastruktur am Standort.

In Stadtallendorf sind derzeit der Stab der DSO sowie das Luftlandefernmeldebataillon DSO stationiert. Insgesamt leisten dort 1000 Soldaten ihren Dienst. (yaw)

Quelle: HNA

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