Mehrheit bedauert Entlassung

Nach Entlassung in Felsberg: Wehrführer reißt Lücke

Weiterhin einsatzbereit: Die Felsberger Brandschützer wollen ihren Dienst fortsetzen. Unser Bild zeigt Feuerwehrleute bei einem Schwelbrand in Böddiger im Dezember. Foto: Wenderoth

Felsberg. Nach der Entlassung des Wehrführers Hartmut Wagner brodelt es bei der Feuerwehr Felsberg. Ein Mitglied sei bereits ausgetreten, sagte der Felsberger Feuerwehrmann Mario Ebert am Dienstag auf Anfrage.

Ob weitere Austritte folgen werden, sei nicht abzusehen: „Der Rest von uns hat besprochen, dass wir unseren Dienst weitermachen“, berichtete Ebert. „Wir wollen das zusammen durchstehen.“ Letztlich sei es aber die Entscheidung jedes einzelnen, ob er Mitglied bleiben wolle.

Den Ärger über die Entlassung Wagners habe man durch die Plakataktion in Felsberg (wir haben berichtet) ausgedrückt: „Wir wollten ein Zeichen setzen“, erklärte Ebert.

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Der Verlust von Wagner als Wehrführer reiße „eine Riesenlücke“, sagte Ebert. Als Berufsfeuerwehrmann sei Wagner sehr gut ausgebildet und qualifiziert. Dieses Wissen fehle nun. Dennoch werde man sich bemühen, diese Lücke zu füllen: „Wir unterstützen uns gegenseitig“, sagte Ebert.

Wagner habe der Einsatzabteilung gegenüber glaubwürdig versichert, dass alle Vorwürfe gegen ihn nicht haltbar seien. „Fast das ganze Team – bis auf wenige Ausnahmen – steht hinter ihm“, sagte Ebert. Ein Mitglied der Feuerwehr, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, sagte, selbstverständlich gebe es in der Einsatzabteilung auch Kritiker Wagners.

Offener Brief von Wagner

Wagner selbst äußerte sich gestern in einem offenen Brief nochmals zu seiner Entlassung. Darin rief er die Feuerwehrleute auf „nicht zu resignieren, sondern sich weiterhin mit Engagement und Einsatzfreude in den Dienst für das Allgemeinwohl zu stellen.“

Er bedauere vor allem, dass er nach seiner Entlassung als Wehrführer auch den Feuerwehrnachwuchs nicht mehr ausbilden dürfe – „denn gerade die Jugendfeuerwehr liegt mir besonders am Herzen“, schreibt Wagner.

Quelle: HNA

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