In diesem Jahr werden weitere 100.000 Euro investiert

Weidelsburg wird zum Ort des Lernens

Ippinghausen. Es wird mehr als eine normale Sanierung: Die Weidelsburg, Nordhessens größte Burgruine und Wahrzeichen des Wolfhager Landes, wird innerhalb der kommenden beiden Jahre optisch behutsam aufgerüstet.

Sie wird als Ausflugsort aufgepeppt und zudem als außerschulischer Lernort gestaltet, wo das Mittelalter anschaulich ist.

In den vergangenen fünf Jahren hat der Hausherr der imposanten Immobilie auf dem Basaltkegel zwischen Naumburg und Ippinghausen, Hessen-Forst, rund 800.000 Euro in die Sanierung der Bausubstanz investiert. Im kommenden Monat sollen laut Heinrich Bachmann vom Förderverein zur Erhaltung der Weidelsburg die Aufträge für die nächsten Arbeiten vergeben werden. Im Mittelpunkt wird dabei zunächst die Sanierung der Mauer stehen, die die beiden großen Wohntürme verbindet. Offene Fugen werden gefüllt, Risse in der Mauerkrone beseitigt und Hohlräume in der 18 Meter langen, acht Meter hohen und 1,80 Meter breiten Mauer verpresst.

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Im Juli werden die Arbeiten mit dem Einrüsten der Mauer beginnen. Das Ende dieses Bauabschnitts, zu dem auch die Rekonstruktion eines Wehrgangs an der Außenmauer und die Installation eines Fallgitters aus Eichenholz am Eingang des begehbaren Ostturm zählen, ist für Anfang Oktober vorgesehen. Die Burg wird in dieser Zeit für Besucher nicht gesperrt.

Insgesamt werden in diesem Jahr gut 100.000 Euro in die Weidelsburg investiert. Etwa zehn Prozent entfallen auf ein Info-Leitsystem. Im Eingangsbereich zum Burggelände wird eine Haupttafel aufgestellt, dazu neun weitere Stationsschilder mit Erläuterungen jeweils dort, wo es Besonderheiten der Anlage zu sehen gibt. Auf dem Ostturm werden Panoramatafeln installiert - eine in jeder Himmelsrichtung, die kompakt Landschaft und Sehenswürdigkeiten bis zum Horizont erklären.

Video: Die Geschichte der Weidelsburg

Quelle: HNA

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