Weihnachtsgeschäft ist kein Grund zum Jubeln

Schwalm-Eder. Ein leichtes Nord-Süd-Gefälle hat sich im Schwalm-Eder-Kreis beim Weihnachtsgeschäft gezeigt. Während Händler im Norden des Landkreises im allgemeinen zufrieden sind, geht der Trend in der Schwalm hin zu einem kleinen Minus.

Das jedenfalls hat eine Umfrage bei Gewerbevereinen und einzelnen Händlern ergeben.

Während es in den Branchen Electronic, Schmuck und Spielwaren noch einmal in den Kassen klingelte, hatten vor allem Bekleidungs- und Schuhgeschäfte unter der milden Witterung zu leiden - oder auch unter dem zunehmenden Online-Handel als Konkurrenz, wie man beim Modehaus Plock in Borken vermutet.

Christian Herche, Vorsitzender des HGV Treysa sieht als weiteren Grund für den eher mauen Geschäftsverlauf in der baustellenbedingten Straßensituation in der Schwalm. Diese und das Wetter habe „leider den erhofften Weihnachtsboom abgebremst“.

Die Mitglieder der Gemeinschaft des Melsunger Einzelhandels zeigen sich mehrheitlich zufrieden. Vorsitzender Jürgen Gaebler: „Einige Händler sagen, es sei mindestens so gut wie im Vorjahr, einige sogar, es sei besser gelaufen.“

Meik Ebert vom Homberger Stadtmarketing berichtet, nur bei ganz wenigen sei das Geschäft besser gelaufen als im Vorjahr, andere müssten kämpfen. Eine Erfahrung sei neu: Jüngere Kunden informieren sich im Geschäft über den Preis und suchen per Handy nach einem günstigeren Angebot in der Nähe.

Zufrieden ist zum Beispiel Claus Reich aus Fritzlar. Modischer Silber-Schmuck und Uhren gehörten zu den Rennern. Goldschmuck sei wegen des hohen Preises weniger gefragt

„Wir hatten schon bessere Zeiten“, sagt dagegen Gerhard Mette. Der Fritzlarer sieht in der Wirtschaftskrise die Ursache für den geringeren Umsatz, auch wenn Krawatten und Pullover gerne verschenkt werden.

Von Silke Schäfer-Marg und Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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