Durchschnitt: 270 Euro pro Kunde

Weihnachtsgeschäft im Wolfhager Land: Umsätze stagnieren

Wolfhager Land. Das Weihnachtsgeschäft beschert dem Einzelhandel im Dezember den umsatzstärksten Monat des Jahres - auch im Wolfhager Land. Doch der Umsatz stagniert.

Denn der Handel im Internet sorgt für Umsatzeinbußen. Im Großen und Ganzen seien die Kaufleute jedoch zufrieden, sagt Egbert Bachmann, Vorsitzender der Service-Gemeinschaft Wolfhagen. Die Umsatzzahlen hätten sich seit Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau eingependelt. „Für uns ist es in Ordnung, wenn die Umsätze nicht einbrechen“, bestätigt Carsten Schmidt, Vorsitzender des Kur- und Gewerbevereins Bad Emstal. Bis Mitte Januar spürten die Geschäftsleute der Kurgemeinde den Aufwind. Danach ließen die Geschäfte wieder nach.

Insgesamt sei die Kundenfrequenz im stationären Fachhandel leicht rückläufig. Das Defizit in der Kasse lasse sich aber durch einen anderen Trend auffangen, sagt Bachmann. „Die Kunden stellen sich einen größeren Warenkorb zusammen, geben mehr Geld aus.“ Marktforscher hätten ermittelt, dass jeder Kunde in Deutschland um Weihnachten im Schnitt 270 Euro für Geschenke bezahlt.

Positiv sei eine weitere Entwicklung, die nicht allein fürs Weihnachtsgeschäft gelte: Kunden ab 40 Jahren, die bereits auf den Internetversand umgeschwenkt waren, kämen wieder zurück und kauften bewusst im Einzelhandel ein, sagt Bachmann. „Sie wollen die Ware anfassen, riechen und erleben.“

Schmuck, Bücher und Parfüm sind die Produkte, die zum Fest gern verschenkt werden. Auch exquisite Lebensmittel sind derzeit gefragt. Zu den Verlierern des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes zählen die Anbieter von Bekleidung und Schuhverkäufer, sagen beide. Bachmann: „Bei dem Wetter können Sie keine Winterjacken verkaufen.“

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Archivfoto: HNA

Kommentare