Mit Wein, Wurst und Musik

50 Jahre deutsch-französische Freundschaft: Partnerschaftsverein feierte

Offen für kulinarische Experimente: Birgit und Andreas Hahn aus Allendorf/L. kosteten Gänserillette mit edlen Tropfen. Foto: Heist

Wiera. Das 50-Jahr-Jubiläum der deutsch-französischen Aussöhnung war am Samstag Anlass für eine Feier des Partnerschaftsvereins Schwalmstadt im Dorfgemeinschaftshaus in Wiera. Unter dem Motto „Wein und Wurst“ hatte der Verein zu einem geselligen Abend mit Gaumenkitzel eingeladen.

„Was hält der Gaumen von deutsch-französischer Verständigung im Glas und auf dem Teller?“, lautete die zentrale Frage des Abends. So testete man unter anderem, ob sich der Geschmack von Schwälmer Wurst und der von französischem Rotwein miteinander vereinbaren lassen.

Die Vereinsmitglieder und ihre Gäste aus der Schwalm, darunter Mitglieder der Europa-Union, nahmen an gemütlich gedeckten Tischen Platz. In entspannter Atmosphäre kam man rasch ins Gespräch. So auch Henriette Groß aus Treysa und Nicole Wendrich, einzige gebürtige Französin des Abends. In einer kurzen Ansprache erinnerte die Vereinsvorsitzende Susanne Reutter an die „komplexen und schwierigen Hintergründe des deutsch-französischen Vertrages“ und den „Schuman-Plan“ von 1950, der Erklärung des ehemaligen französischen Außenministers Robert Schuman zu einer westeuropäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die später in der Montanunion verwirklicht wurde. Für die musikalische Unterhaltung mit französischer Musik hielt das Duo Rin-ins-land seine Mandolinen bereit. Musikalisch eingeleitet wurde der Abend durch den Blechbläserklang von Dr. Armin Wiegand und Horst Rininsland. Mit „Europa- und Eurovisionshymne“ verbreiteten beide feierliche Stimmung.

Europäischer Gedanke

Den europäischen Gedanken vertrat auch das Ehepaar Windhab aus Schwalmstadt. Mit dem Partnerschaftsverein, der seit mehr als 30 Jahren freundschaftliche Kontakte zur Gemeinde Loriol in Südfrankreich pflegt, sei das Paar bereits dreimal ins Nachbarland gereist, berichtete Barbara Windhab. Von einer jungen französischen Familie mit drei Kindern seien sie und Ehemann Johann herzlich aufgenommen worden. Ihnen beiden liege nicht nur die deutsch-französische Freundschaft am Herzen, sondern ein friedvolles Miteinander in Europa. HINTERGRUND LINKS

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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