Die Weite des Himmels: Der Wanderweg H 6

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Weiter Blick: Die Extratour 6 des Habichtswaldsteigs ist landschaftlich abwechslungsreich.

Bad Emstal. Das Schnaufen und Stampfen hallt durch den eisigen Morgen. Dampfwolken steigen in den blauen Himmel auf, während der Hesencourrier vorbei rauscht. Der Wanderer auf dem H6 darf mit nostalgischen Begegnungen rechnen.

Zweimal kreuzen die Bahnlinien, die Extratour. Doch zunächst geht es zum Startpunkt unserer Tour, dem Emstaler Feriendorf. Die Strecke führt durch den Wald zur Altenburg, von wo man einen schönen Blick auf Niedenstein und Wichdorf hat. Von dort geht es vorbei an der Ruine Falkenstein, zu der wegen der freien Rundumsicht bei klarem Wetter ein Abstecher lohnt. Bergab fließt die Ems vorbei, an deren Ufer sich grazile Figuren aus Eis gebildet haben. Der Weg führt entlang des Waldrandes zu den Fischteichen, wo man mit etwas Glück Graureiher beobachten kann. Der H6 quert die Landesstraße 3220 und zum ersten Mal die Bahnschienen des Hessencourrier.

Kurze Zeit später führt ein schmaler Pfad durch ein idyllisches Tannenwäldchen. Hier ist man den Märchenbildern und Figuren der Brüder Grimm ganz nahe. Am Ende öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf eine scheinbar endlose schneebedeckte Fläche frei. Im Winter ein Highlight der Route.

Die Weite des Himmels und der kilometerweite Blick über die Landschaft vermitteln ein Gefühl von Freiheit. Nach einer kurzen Strecke durch den Wald liegt Sand im Tal. Doch bevor es in den Ort geht, führt der H6 entlang des Waldrandes. Am nördlichen Rand des Rosengartens trifft der Weg erneut auf die Schienen der Museumsbahn. Endpunkt ist der Rosengarten beim Thermalbad. In diesen Tagen ist der Anblick eher trist. Die Rosen sind dick verpackt. Im Sommer sollte man sich den Duft- und Farbenrausch aber auf keinen Fall entgehen lassen.

Quelle: HNA

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