Morgen: Minister de Maizière verkündigt Standortentscheidungen

Standorte: Weiter Bangen um die Bundeswehr

Fritzlar, Schwarzenborn, Stadtallendorf - in welcher Konstellation sich die drei Bundeswehrstandorte künftig zusammenfügen werden, darüber herrscht, auch einen Tag bevor Verteidigungsminister Thomas de Maizière weitere Details zur Bundeswehrreform nennen will, absolute Funkstille.

Nach Informationen der HNA könnten künftig die Divisonen Spezielle Operationen mit dem Stab in Stadtallendorf und Luftbewegliche Operationen in Veitshöchheim, zu der auch das Jägerägerregiment in Schwarzenborn und die Luftbewegliche Brigade in Fritzlar gehören, zusammengelegt werden.

Sollte der Schwarzenborner Standort erhalten bleiben, könnte es allerdings sein, dass die dortige Einheit künftig eine neue Hausnummer tragen wird: In einer bereits vorliegenden groben künftigen Struktur des Heeres taucht das Jägerregiment, als Verband, der die verschiedensten Truppengattungen in sich vereinigt, nicht mehr auf.

Es wird bereits spekuliert, dass es dort künftig ein Fallschirmjägerregiment geben könnte. Nach Ansicht von Experten stehen die Chancen für Schwarzenborn insgesamt nicht schlecht: Sie verweisen dabei auch auf die Bedeutung des Truppenübungsplatzes als einen der modernsten des Heeres.

Der Standort Fritzlar steht in Konkurrenz zum fränkischen Roth. Ursprünglich sollte die Luftbewegliche Brigade 80 Exemplare des Kampfhubschraubers Tiger bekommen, inzwischen ist nur noch von 40 die Rede.

Das Stimmungsbarometer für die hiesigen Standorte stellt sich überwiegend positiv dar. Während im Umkreis von bayerischen Standorten schon heftig gegen mögliche Kasernenschließungen gewettert wird, ist die Lage im Schwalm-Eder-Kreis und in Stadtallendorf ruhig. Nach HNA-Informationen sollen die Ministerpräsidenten bereits heute abend über die anstehenden Veränderungen informiert werden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Kommentare