Weiter auf Kraft des Wassers setzen

Mit der Heilwirkung des Wassers habe das Thermalbad ein Alleinstellungsmerkmal, auf das man auch in Zukunft setzen müsse, rieten die beiden Experten während der Bürgerversammlung. Aber auch, wenn Emstal ein Gesundheitsbad sei, gelte es, die Einrichtung moderner und attraktiver zu gestalten, eventuell Wellnessangebote zu integrieren und mit erweiterter Sauna eine immer stärker werdende Besuchergruppe zu binden.

Da die Betonsanierung Priorität hat, sollte man während dieser Arbeiten die Zeit zur Planung weiterer Umgestaltung nutzen, so Rainer Kowald. Das Bad, das in kurzen Zeitabständen auf Standsicherheit überprüft werde, sollte nicht, wie anvisiert, den Winter über geschlossen werde, so der Fachmann, da dies die besucher- und damit umsatzstärkste Zeit sei: „Das Bad stürzt nicht am 1. Januar ein.“ Auch eine zu lange Schließung berge Gefahren: „Der Betrieb darf nicht monatelang ruhen, sonst gibt’s irreparable Schäden.“ Auf jeden Fall müssten Bäder erfahrene Architekten und Firmen herangezogen werden - sowohl für die Planung als auch bei den Arbeiten.

Im Schnitt hat das Thermalbad jährlich 100 000 Besucher - laut Kirsten Olsen-Buchkremer ist dieses Ergebnis „zufriedenstellend“. Dennoch: Pro Jahr fährt das Thermalbad eine halbe Million Euro Defizit ein. (bic)

Quelle: HNA

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