A 49: Weiterbau beginnt am Dienstag

Neuental / Treysa. Die A49 wird weitergebaut: Daran will das Hessische Verkehrsministerium keinen Zweifel lassen.

Beleg dafür sei nicht zuletzt die Anwesenheit des Ministerpräsidenten Volker Bouffier sowie des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer beim Spatenstich am Dienstag.

„Das Symbol derer, die anwesend sind, spricht eine deutliche Sprache“, sagt Ministeriumssprecherin Ulrike Franz-Stöcker. In einem ersten, zwölf Kilometer langen und 205 Millionen Euro teuren Bauabschnitt soll die jahrzehntelang geplante Autobahn zunächst bis Treysa geführt werden.

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Noch keine Antworten gibt es auf die Frage, wann Schwalmstadt an die A49 angeschlossen sein wird und wann die weiteren beiden Streckenabschnitte bis zur A 5 bei Gemünden fertig sind. Das hänge davon ab, so heißt es aus dem hessischen Verkehrsministerium, wann der Bund die benötigten Millionen zur Verfügung stellt. Für die gesamte Strecke bis zur A 5 kalkuliert das Ministerium mit 540 Millionen Euro.

Für das erste Teilstück sind bislang nur 60 Millionen Euro zugesichert. Die Finanzierung der weiteren beiden Abschnitte bis Stadtallendorf und weiter bis Gemünden ist ebenfalls offen. Für die insgesamt 30 Kilometer lange Strecke solle aber noch in diesem Jahr der Feststellungsbeschluss erfolgen, teilt das Verkehrsministerium mit. „Wenn es keine Klagen dagegen gibt“, schränkt Sprecherin Franz-Stöcker ein.

Seit Oktober laufen westlich von Schwalmstadt bereits vorbereitende Bauarbeiten. Nachdem die dortige Landesstraße (L3155) verlegt und ein Waldstück gerodet wurde, entsteht dort nun die zukünftige Autobahn-Anschlussstelle an die B 454.

Im Herbst 2012 soll dann mit dem Bau des Frankenhainer Autobahntunnels begonnen werden, der den größten Teil der zunächst bereitgestellten 60 Millionen Euro verschlingen wird. „Wir kalkulieren für den Tunnel mit einer vierjährigen Bauzeit“, sagt Reinhold Rehbein von der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung. Bevor der Tunnel fertig sei, also etwa 2016, werde voraussichtlich an keiner anderen Stelle der Autobahn parallel weitergebaut. „Die Bauzeit wird maßgeblich vom Tunnel bestimmt“, sagt Rehbein.

Ausbau der A49: Die Autobahn im Wandel der Zeit

Wegen des Tunnels wird noch im März mit dem Bau eines neuen Brunnens für die Trinkwasserversorgung des Schwalmstädter Ortsteils Frankenhain begonnen.

„Es stimmt, dass es an der A 49 lange Zeit nicht weiterging . Aber das ist jetzt ein substanzieller Einstieg“, sagt Ministeriumssprecherin Franz-Stöcker.

Quelle: HNA

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