"Reine Augenwischerei"

Bündnis übt weiter massive Kritik an SuedLink-Trasse

Bilden das Drei-Länder-Bündnis: Friedhelm Spieker, Landrat des Kreises Höxter, Tjark Bartels, Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont und Sprecher des Drei-Länder-Bündnisses, Angela Schürzeberg, Landrätin des Landkreises Holzminden, Friedel Heuwinkel, Landrat des Kreises Lippe, Siegfried de Witt, Rechtsanwalt und rechtlicher Vertreter des Drei-Länder-Bündnisses, sowie Ralf Pfeiffer, Bürgermeister der Gemeinde Bad Emstal. Foto: Privat

Bad Emstal. Das in dieser Form erste länderübergreifende Bündnis gegen die Vorschlagstrasse der Höchstspannungsleitung SuedLink übt erneut scharfe Kritik am Vorgehen des Netzbetreibers Tennet.

Zu dem Bündnis haben sich die nordrhein-westfälischen Kreise Höxter und Lippe, die niedersächsischen Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie die Region Hannover und die hessische Gemeinde Bad Emstal zusammengeschlossen.

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Die neuen Alternativtrassen entlang der bisherigen sogenannten Hauptvorschlagstrasse Mitte/West, die Netzbetreiber Tennet am 26. September 2014 bekannt gemacht hat, weist das Drei-Länder-Bündnis als inakzeptabel zurück.

„Die von Tennet als Projektdialog angepriesene Öffentlichkeitsarbeit ist aus unserer Sicht eine Farce und reine Augenwischerei. Die verzettelte Diskussion über kleinräumige Trassenalternativen blendet das Wesentliche aus, nämlich die Vorfestlegung auf die sogenannte Vorschlagstrasse Mitte/West. Eine solche Vorfestlegung lehnen wir ab“, kritisiert der Sprecher des Drei-Länder-Aktionsbündnisses, der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels, das Vorgehen des Netzbetreibers Tennet.

Unverständnis über Tennet 

Seit Monaten fordert das Bündnis eine großräumige Betrachtung aller vier Trassenkorridore von Wilster nach Grafenrheinfeld. „Es ist unverständlich, warum Tennet sich weigert, seine Argumente und Kriterien für die Trassenauswahl offenzulegen“, kritisiert Bündnis-Sprecher Bartels die mangelnde Transparenz.

Richtig wäre es, der Öffentlichkeit die Entscheidungskriterien und ihre Gewichtung bekannt zu machen, darüber in Dialog zu treten und erst dann eine Festlegung auf eine der vier großräumigen Trassen zu treffen. Eine umfassende Raumwiderstandanalyse wird das Drei-Länder-Bündnis in kommende Antragsverfahren einbringen. Einen exzellenten rechtlichen Beistand hat das Bündnis schon an seiner Seite. Im nächsten Schritt wird das Bündnis auch Fachplanungsexperten zur Unterstützung und Verfahrensbegleitung hinzuziehen. (red/mso)

Quelle: HNA

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