In Melsungen

Landwirt verlor Getreide: Weizen begräbt die Straße unter sich

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Da fanden am Sonntag nicht nur blinde Hühner Körner: Ein Landwirt aus Hessisch-Lichtenau verlor am Mittag auf der Melsunger Schlossstraße Getreide. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.

Melsungen. Ein Landwirt aus Fürstenhagen hat am Sonntagmittag auf der Melsunger Schlossstraße zwischen vier und fünf Tonnen Getreide verloren: Die Feuerwehr Melsungen rückte mit Besen und Schippen aus, um der Körnerflut Herr zu werden, die sich über die Fahrbahn ergossen hatte.

Der Bauer war mit seinem Trecker und vollbeladenem Anhänger unterwegs, als er an der Fritzlarer Straße bemerkte, dass er Ladung verloren hatte – zu dem Zeitpunkt bedeckte aber schon ein dichter Weizenteppich die Schlossstraße.

Die Polizei schätzt, dass es sich bei der Menge um vier bis fünf Tonnen Getreide handelte, die auf die Straße gefallen waren. Als Grund gab sie an, dass vermutlich vor Fahrtbeginn eine Anhängerklappe nicht ordnungsgemäß verschlossen worden war.

Gefahr für Zweiräder: Die Körner machten die Schlossstraße zu einem schlüpfrigen Untergrund.

Für die Melsunger Feuerwehr bedeutete das viel Muskelkraft. 13 Einsatzkräfte schippten zwei Stunden lang den Weizen zur Straßenmitte, später setzten sie auch Laubbläser des Melsunger Bauhofs ein, um die Körner aus dem Asphalt zu pusten, berichtet Feuerwehr-Sprecher Christian Sieron.

Landwirt holte Frontlader

Der Landwirt war währenddessen nach Hause gefahren, um einen Frontlader zu holen, mit dem er dann – ebenfalls mit Hilfe der Feuerwehrleute – die verlorene Ladung wieder aufnahm. Da man aber mit dem Trecker von Melsungen nach Fürstenhagen etwas länger als mit dem Auto unterwegs ist, dauerte es, bis die Polizei die Umleitung wieder aufheben konnte.

Sie hatte die Schlossstraße erst halbseitig, dann aber komplett für den Verkehr gesperrt. Erst um 14.45 Uhr floss der Verkehr wieder störungsfrei.

Der Artikel wurde aktualisiert um 16.10 Uhr.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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