Wellness-Paradies: CDU und SPD bekennen sich zum Betreibermodell der Gemeinde

Frielendorf - Obwohl schon am Buffet für die anschließende Weihnachtsfeier gewerkelt wurde, sparten die Sprecher von CDU und SPD nicht mit Kritik: Eine klare Abfuhr erhielt der Antrag der Freien Wähler (FWG), dass die Gemeinde die Betreibergesellschaft Wellness-Paradies aufgeben soll.

Wie berichtet, war die die Gemeinde notgedrungen eingesprungen, als der insolvente Ferienwohnpark als Betreiber ausschied. FWG-Sprecher Eckhard Schmid-Pfähler nannte die gemeindeeigene Betreibergesellschaft eine „Übergangslösung von Anfang an“, seine Fraktion wünsche eine Stellungnahme, dass ein Enden beabsichtigt sei.

„Wenn Sie eine Alternative wollen, müssen Sie sie auch nennen“, entgegnete Bürgermeister Birger Fey, es sei ein „Schaufensterantrag im Wahlkampf“. Der Versuch der FWG komme zum ungünstigsten Zeitpunkt und statt der erwarteten 40000 Besucher würden sogar 50 000 gezählt. Fey dankte ausdrücklich den ehrenamtlichen Geschäftsführern Karl Hassenpflug und Günter Wald für ihren Einsatz.

Dietrich Hahn, Chef der CDU-Fraktion, wurde noch deutlicher: „Das ist der Versuch der FWG, ihr Thema zu retten. Der Antrag ist in der gegenwärtigen Situation völlig sinnlos.“ Hahn lobte den Erfolg des Bades, das von großer Bedeutung für den Frielendorfer Tourismus sei. Die FWG solle akzeptieren, dass es gut angenommen wird.

SPD-Sprecher Gerhard Pflug appellierte an die FWG-Fraktion, sie solle sich besinnen. Hassenpflug und Wald erledigen laut Pflug einen professionellen Job, die nächste Aufgabe sei die Drosselung der Energiekosten. Außerdem stünden die Betreiber nicht Schlange, merkte Pflug ironisch an.

Das Wort ergriff auch Friedrich Haaß: „Der Antrag läuft ins Leere“, befand er.

Eckhard Schmid-Pfähler setzte nach, es gehe der FWG-Fraktion nur darum, dass die Gemeinde das Bad nicht endlos weiterbetreibe. In der Abstimmung standen die sieben Fraktionsmitglieder aber allein, ihr Antrag erhielt 23 Nein-Stimmen.

Quelle: HNA

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