Das Wasser im Knüllteich wurde erstmals seit vielen Jahren wieder abgelassen

Wellnesskur für den See

Jetzt wie der Edersee im Sommer, bald wieder eine Idylle: Wegen drohender Veralgung wurde der Knüllteich in Schwarzenborn erstmals seit vielen Jahren wieder abgelassen. Foto: Grede

Schwarzenborn. Aktuell mutet er an wie der Edersee an trockenen Sommertagen: Erstmals seit vielen Jahren wurde in diesem Winter das Wasser des Schwarzenbörner Knüllteiches wieder abgelassen.

Als naturverträgliche und nachhaltige Pflege des Gewässers bezeichnet Dominique Meyer, Leiter des Servicebereiches des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn, das Vorgehen. Insbesondere dem Algen- und Schilfwachstum und der drohender Verlandung soll es auf diese Weise an den Kragen gehen - der kleine See vor dem Umkippen bewahrt werden.

Man könnte das Gewässer, das in der Region als der Schwarzenbörner Teich bekannt ist, auch als Efzestausee bezeichnen. Denn die Efze ist eine der beiden Quellen, die den Teich speist. Circa elf Hektar groß ist der Teich. Bei eingestautem Zustand schätzt ihn Meyer auf bis zu drei Meter tief. Genutzt wird der See, der im militärischen Sicherheitsbereich liegt, zu Pionierübungen von den Soldaten der Knüllkaserne. An einer Seeseite ist an Sommertagen Badebetrieb zu beobachten.

Das Ablassen des Wassers sei keine Hauruck-Aktion gewesen, erklärt Meyer. Über mehrere Wochen wurde der Teich bis auf den Oberteil entleert. Das dort verbleibende Wasser solle unter anderem dem Brandschutz in der Knüllkaserne dienen, so Meyer.

Fische und anderes Getier haben aus Sicht des Experten in den Gewässerresten überleben können. Von großen Fischbeständen im Knüllteich geht Meyer allerdings nicht aus. Schon seit Jahren würde das Gewässer nicht mehr als Fischereibetrieb verpachtet. Die Wellnesskur des Knüllteiches ist bald abgeschlossen. Kontrolliert werde er über die kommenden Wochen wieder eingestaut werden, erklärt Meyer.

Gewässer und Uferzonen sollten sich dann wieder erholt haben.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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