17 Welpen in einem Wurf

Vielfacher Nachwuchs: Martina Arend aus Fritzlar mit den Welpen, die die Berner Sennenhündin Ive per Kaiserschnitt auf die Welt brachte. Foto: Zerhau

Fritzlar. Damit hatten Martina und Hubert Arend nicht gerechnet. Gleich 17 putzmuntere Welpen brachte ihre Berner Sennenhündin Ive zur Welt. Inzwischen ist die Rasselbande geimpft.

Dann hieß es Abschied nehmen, denn der knuffige Nachwuchs kommt zu neuen Herrchen und Frauchen.

Vier Berner Sennenhunde und ein Bearded-Collie tummeln sich bei Arends. Im vergangenen Jahr hatten Hündin Ive bereits zwölf Welpen auf die Welt gebracht, nun waren es sogar 17. Zwei Jungtiere starben in den ersten Wochen, die restlichen 15 Welpen entwickeln sich prächtig.

Für die Züchterin waren es hektische Wochen. Die Tragezeit sei noch normal verlaufen, erzählt Martina Arend. „Ive war dick wie ein Sofakissen, wir vermuteten schon, dass es viele Hundebabys geben wird.“ Tierarzt Ulrich Paul konnte bei der Ultraschalluntersuchung die exakte Zahl der Welpen nicht zweifelsfrei bestimmen. So hieß es, die 63 Tage Tragezeit abzuwarten.

Als Dr. Paul am entscheidenden Tag feststellte, dass ein Welpe quer vor dem Geburtskanal lag, blieb nur der Kaiserschnitt unter Vollnarkose.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Während das Ehepaar Paul den Welpen auf die Welt half, wartete Martina Arend ungeduldig vor dem Operationssaal. Schließlich wurden die 17 jungen Hunde in zwei Körben aus dem OP gebracht.

Jeder Welpe bekam ein Halsband gehäkelt – alle unterschiedlich, damit es keine Verwechslungen gibt. Denn sonst, so erzählt die Hundehalterin, wäre es doch sehr schwierig gewesen, die Tiere auseinanderzuhalten.

Trubel im Welpenzimmer

Im speziell eingerichteten Welpenzimmer ging es rund. Während Hundepapa Benny (5) und die anderen Hunde der Familie vor der Tür patrouillierten, umsorgte Ive in der geschützten Umgebung ihre Babys. In der ersten Woche schlief Martina Arend sogar neben der Wurfkiste. Da die Muttermilch nicht ausreichte, wurde ab dem zweiten Tag zugefüttert. Auch dabei war es wichtig, die Hundebabys zu unterscheiden, damit alle die gleiche Menge bekamen.

Auch der erste Impftermin war mit viel Aufwand verbunden. Ines und Ulrich Paul hatten Sohn Johannes mitgebracht. Er lenkte die Welpen ab, während der Tierarzt das Serum spritzte. Außerdem wurde ihnen ein Identifizierungschip mit wichtigen Daten unter die Haut gesetzt.

Quelle: HNA

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