Begegnungsstätte im Homberger EinLaden

Zu wenige Besucher: Kampf um den Kaffeetreff

Homberg. Großformatige Poster zieren die Wände in der Begegnungsstätte im EinLaden an der Obertorstraße in Homberg. Der Kaffee ist gebrüht, es gibt Kuchen, gedeckte Tische laden zum Kaffeeklatsch ein. Doch was fehlt, sind die Gäste.

Das soll sich nun ändern: Um die Begegnungsstätte zu beleben, will Jürgen Kurz, Sozialarbeiter vom Diakonischen Werk, einmal monatlich besondere Aktionen anbieten. Los geht es am Mittwoch, 13. Juli, ab 15 Uhr mit einer Infoveranstaltung zum Bildungspaket, das bedürftigen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an Sport- oder Musikunterricht ermöglichen soll. Am 14. Juli wird eine Skulpturen-Ausstellung eröffnet, die ein Künstler aus der Fritzlarer Berberitze gestaltet hat.

Wer das Programm der Begegnungsstätte mit einer Ausstellung oder einem Konzert bereichern möchte, kann sich an Jürgen Kurz wenden. „Hier sollen alle Homberger miteinander ins Gespräch kommen.“ Jürgen Kurz Seit Ende Mai gibt es die Begegnungsstätte im EinLaden in Homberg, die vom Diakonischen Werk und ehrenamtlichen Helfern aus dem Programm Engagementslotsen betrieben wird. Sie teilt sich die Räume mit der Tafel und dem Secondhand-Laden vom Diakonischen Werk.

„Vielleicht bleiben die Gäste aus, weil sie denken, die Begegnungsstätte sei nur für TafelKunden“, mutmaßt Kurz. Die wenigen Gäste, die kommen, haben meist vorher bei der Tafel eingekauft. Wenn diese mittwochs und freitags geschlossen ist, verirren sich nur selten Homberger in das ehemalige Möbelgeschäft an der Obertorstraße. Dabei ist die Begegnungsstätte nicht nur für Bedürftige gedacht. „Wir wollen kein Ersatz für die Cafés am Marktplatz sein“, stellt Jürgen Kurz klar. Ob jung oder alt, arm oder reich: In der Begegnungsstätte kann jeder mit Bekannten ein Schwätzchen halten oder eine Pause machen. Wichtig sei der soziale Austausch, sagt Jürgen Kurz, einen Verzehrzwang gebe es daher nicht. Ein Kaffee kostet 50 Cent, ein Stück Kuchen einen Euro.

Bald soll es auch einen Computerarbeitsplatz mit Internetzugang geben. Den ehrenamtlichen Helfern, von denen einige selbst Tafel-Kunden sind, gibt die Begegnungsstätte die Möglichkeit, sich einzubringen, so Kurz. „So kommen sie unter Menschen.“ Die Begegnungsstätte ist Dienstag bis Freitag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Friederike Szamborzki

Hintergrund:

Ehrenamtliche Helfer gesucht Die Diakonie sucht Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. „Für jedes Talent wird eine Aufgabe gefunden“, verspricht Kurz. Für den Secondhand-Laden werden regelmäßig saubere, gut erhaltene Kleiderspenden benötigt.

Auch Möbel und Haushaltswaren können abgegeben werden. Infos: E-Mail: kurz@dwsek.de, Tel. 05681/992013, im Internet: www.dwsek.de

Quelle: HNA

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