80 Prozent der Schüler haben einen Impfpass

Schwalm-Eder. Der Impfstatus junger Menschen im Landkreis wird immer besser. Dr. Ulrike Torunsky-Canaviri, Leiterin des Schulärztlichen Dienstes, ist mit den Ergebnissen der neuesten Impfberatung zufrieden.

Seit 1998 reisen drei Teams im Herbst durch die Kreisteile und sehen alle Achtklässler. Knapp 2000 Mädchen und Jungen waren das voriges Jahr, und am Ende der laufenden Kampagne 2012 werden es kaum weniger sein.

Nur etwa ein Prozent der Schüler seien überhaupt nicht geimpft, schilderte Ulrike Canaviri, „ihre Eltern haben dafür weltanschauliche Gründe, solche Impfgegner erreichen wir überhaupt nicht“. Umso wichtiger ist die Herbstbereisung aller Schulen mit Ausnahme der Förderschulen für alle anderen Jugendlichen. „Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, mit 14 Jahren machen sich die Schüler durchaus Gedanken über sich und ihren Körper“.

Dabei werden die Teams von den Schulen gut unterstützt, auch die meisten Eltern ziehen mit, berichtete Ulrike Canaviri. Über 80 Prozent der Achtklässler legen ihre Impfbücher vor, so dass konkrete Impfempfehlungen ausgesprochen werden können. Die Wechselwirkung mit der Arbeit der Hausärzte ist in dem Konzept grundlegend. „Wir beobachten den Effekt, dass viele gezielt ihren Arzt fragen, wenn wir uns angekündigt haben“. Für jeweils eine Stunde sind die Teams in den Klassen, außer um die Bedeutung des Impfens geht es dabei um die Vermeidung von Infektionskrankheiten, „eine Stunde zur Gesundheitserziehung“.

Für die Schulärzte ist es dabei eine Bestätigung, dass unsere Jugendlichen immer besser vor Polio, Keuchhusten, Röteln und Co. geschützt sind: „Als wir angefangen haben, gab es viel größere Lücken.“

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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