Weniger Straftaten und mehr geklärte Fälle im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Erneut ist die Anzahl der Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis zurückgegangen, das wurde am Montag bei der Präsentation der Kriminalstatistik 2013 deutlich.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7057 Fälle registriert, das sind 178 Fälle weniger als 2012. „Und somit der niedrigste Wert in den vergangenen 25 Jahren“, erklärte Kriminaldirektor Dirk Stippich von der Polizeidirektion in Homberg.

Die meisten Straftaten in den vergangenen 20 Jahren wurden 2004 verzeichnet, damals waren es 9285 Fälle. Seit 2005 seien die Zahlen tendenziell rückläufig. „Wir leben in einer sicheren Region, die Gefahr, hier Opfer zu werden, ist niedrig“, so Stippich mit Blick auf die Aufklärungsquote: 61,1 Prozent der Straftaten wurden aufgeklärt. Damit habe man das hohe Niveau halten können. „Die Aufklärungsquote ist nun seit sechs Jahren in Folge bei über 60 Prozent. Unser Ehrgeiz ist es, dass das so bleibt und wir die Zahlen sogar noch verbessern“, sagte Stippich. Dabei helfe auch die sehr gute Technik, auf die die Polizei mittlerweile zurückgreifen könne.

Ebenfalls positiv sei, dass der Anteil minderjähriger Tatverdächtiger weiterhin rückläufig sei. 22,7 Prozent der Tatverdächtigen waren minderjährig. Ein Grund für den Rückgang sei die gute Präventionsarbeit der Polizei.

Auch wenn im vergangenen Jahr weniger Straftaten verzeichnet wurden, so gingen die Zahlen nicht in allen Bereichen zurück. Die Wohnungseinbrüche stiegen um 31 Fälle auf 209 (plus 17,4 Prozent). „Das ist ein Bereich, der das Sicherheitsgefühl der Menschen sehr stark berührt“, erklärte Stippich.

Deutlich angestiegen ist der Tankbetrug um 37,5 Prozent von 192 auf 264 Taten. Die Lage des Landkreises an zwei Autobahnen wirke sich dabei aus. Vor allem betroffen waren Rasthöfe und Tankstellen in Autobahnnähe. „Die Täter kommen leicht her und wieder weg.“

Von Maja Yüce 

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Quelle: HNA

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